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Das Halbmondhaus als BV-Logo


Herzlich willkommen beim

Bürgerverein Flottbek-Othmarschen

Geschäftsstelle : Frau Annegret Stuhr, Waitzstraße 26, 22607 Hamburg,
Ruf / Fax: (040) 890 77 10
dienstags von 17 Uhr bis 19 Uhr, donnerstags von 9 Uhr bis 12 Uhr
Sprechstunde des Vorstandes: an jedem zweiten Montag im Monat um 18 Uhr
www.bvfo.de   -   E-Mail: info at bvfo Punkt de

 

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Berichte über Ausfahrten und Besichtigungen

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Programm des Monats Mai 2012
 


Damenkaffee

am Dienstag, dem 8. Mai 2012, um 15 Uhr

Unser Damenkaffee findet wieder einmal im Augustinum, Neumühlen 37, statt.
Sie erreichen das Augustinum mit dem Bus 112 ab Altona und fahren bis zur Endstation Neumühlen/Övelgönne.
Wir hoffen auf gutes Wetter, damit wir die schöne Aussicht genießen können.

Bitte melden Sie sich an bei Frau Lau, Tel: 890 70 345.


Wanderung

am Sonnabend, dem 12. Mai 2012, 9.55 Uhr

Finkenwerder Hausdeich - Neuenfelde - Cranz

Treffpunkt: Haltestelle AK Altona der Buslinie 150 um 9.55 Uhr.

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MAGNET 52

lädt ein Sonntag, 6. Mai 2012, 12 Uhr

zum Offenen Singen vor der Freitreppe des Jenischhauses
mit dem ,Othmarscher Montagschor' unter Leitung von Herrn Dr. Ulf Jöde.

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Aktuelles

Die für Mai 2012 geplante Theaterreise nach Dessau und zum Wörlitzer Gartenreich wird auf das kommende Jahr verschoben, da in diesem Jahr bis zum Reservierungstermin des Hotels leider zu wenig verbindliche Anmeldungen vorlagen.


Archiv Flottbek-Othmarschen des Bürgervereins e. V.


Dank einer großzügigen finanziellen Unterstützung der Hamburger Sparkasse konnten wir am 17. Februar einen Rechner zur Archivierung der gesammelten Daten installieren. Unser Dank gilt der Hamburger Sparkasse.

Für die weiteren Aufgaben suchen wir interessierte Mitarbeiter sowie Mitglieder für das Archiv Flottbek-Othmarschen. Interessenten setzen sich bitte mit Herrn Brückner in Verbindung.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.5, S.6)

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Neues vom Röbbek 4


Wie in der letzten Ausgabe von „Unser Blatt“ bereits angesprochen haben wir bei den beteiligten Behörden nachgefragt, was jetzt mit dem Gelände und der Schule am Röbbek passiert.
Klar und eindeutig war die Antwort der Behörde für Schule und Berufsbildung:
„Da die Behörde nicht beabsichtigt, den Standort Röbbek 4 zukünftig wieder als Schulstandort zu nutzen, wurde der Standort dem Eigentümer, Schulbau Hamburg, zur Verwertung aufgegeben. Diese erfolgt nun über das Immobilienmanagement der Freien und Hansestadt Hamburg in der Finanzbehörde.
Die Grundschule Windmühlenweg soll zukünftig als vierzügige Grundschule an einem Standort geführt werden.“ Weitere Informationen dazu kann man unter www.hamburg.de/schulentwicklungsplan einsehen.
Damit ist klar, diese Behörde ist mit dem Problem Röbbek nicht mehr befasst.
Was sagt nun Schulbau Hamburg in der Finanzbehörde?
Sie bestätigt zunächst die Aufgabe als Schulstandort und stellt fest, dass „lediglich die Sporthalle … derzeit noch durch einen Sportverein genutzt“ wird. Vom Verfahren her sei es so, dass nun zunächst der Übergang von SBH an das Immobilienmanagement der Finanzbehörde erfolgen muss. Dann würden „weitere nicht schulische Verwendungsmöglichkeiten bzw. ein möglicher Verkauf geprüft. Hierzu gibt es noch keine Entscheidung.“ Aber wir würden hierzu informiert. Abschließend stellt SBH noch klar:
„Vor dem Hintergrund der noch ungeklärten zukünftigen Nutzung wurden in den letzten Monaten allerdings vom SBH nur solche baulichen Maßnahmen ergriffen, die dem unmittelbaren Erhalt der Gebäude und deren grundsätzlicher Nutzbarkeit dienen. Aufwändige Investitionen wie auch der Einbau eines Sicherheitsnetzes im Boden der Wiese sind in diesem Zusammenhang unwirtschaftlich.“
Das ist im Ergebnis klar und deutlich: am Röbbek passiert zunächst mal nichts mehr. Und aus Sicht der SBH ist dies auch verständlich, geht die Verantwortung nach der Entscheidung gegen eine weitere schulische Nutzung doch an das Immobilienmanagement der Finanzbehörde. Deshalb werden wir dort nachfragen, wie es weitergeht. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Rainer Ortlepp

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.5, S.5)


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Neueste Entwicklung zum Thema Schule am Röbbek


Fünf Mitglieder der SPD-Fraktion der Bezirksversammlung Altona haben nach § 27 des Bezirksverwaltungsgesetzes ein öffentliches Auskunftsersuchen an die Behörde für Schule und Berufsbildung und die Finanzbehörde (Schulbau Hamburg) gerichtet und unter der Überschrift "Zukunft der Schule Röbbek endlich sichern" folgende Fragen gestellt:

1. Steht die ehemalige Schule Röbbek für nicht-schulische Zwecke zur Verfügung?
      Wenn ja:
      1. Wann ist von einer Nutzungsmöglichkeit der Schule, der Turnhalle und des Geländes für
          nicht-schulische Zwecke auszugehen?
      2. Welche nicht-schulischen Nutzungen sind unter dem Vorbehalt denkmalschutzrechtlicher
          Vorgaben denkbar und möglicherweise voraus-schauend geplant?

2. Welche Auswirkungen haben die Bauhemmnisse des dortigen Erdfallgebietes auf zukünftige Nutzungen?

Die Finanzbehörde nimmt unter Beteiligung der Behörde für Schule und Berufsbildung wie folgt Stellung:

Zu Fragen 1.1 und 1.2:

Das Schulgebäude und die Schulsporthalle werden derzeit nicht schulisch genutzt. Der Standort soll zukünftig aufgegeben werden, so dass grundsätzlich andere Nutzungen möglich sind, die jeweils im Einzelfall zu prüfen wären.

Zu Frage 2:

Ausweislich einer im Jahre 2009 erstellten Gründungsbeurteilung und Standsicherungsuntersuchung liegen die Schulgebäude am Rand des Erdfallgebietes Flottbek-Markt (Erdfallkategorie 5). Die Standsicherheit des Hauptgebäudes und der Turnhalle sind gemäß dieser Beurteilung gewährleistet.
Ein plötzlich auftretender Erdfall wird als wenig wahrscheinlich beurteilt; zum Ausräumen von Bedanken wird zum Schutz von auf den Freiflächen spielender Kinder der Einbau eines in der Tiefe von 0,5 Meter zu fixierenden Kunststoffnetzes empfohlen.

Soweit die Antwort der Behörden.

Dies heißt im Klartext: Es ist nicht beabsichtigt, das Schulgebäude als Erweiterung für die Schule Windmühlenweg zu nutzen und vorläufig bleibt alles so wie es ist. Dies wäre allerdings schlecht. Es stellt sich nämlich jetzt dann die Frage, wer kümmert sich um eine nicht-schulische Nutzung und unter welchen Voraussetzungen ist eine nicht-schulische Nutzung überhaupt möglich und denkbar. Wir als Bürgerverein werden dem nachgehen und Sie weiter auf dem Laufenden halten.

Rainer Ortlepp

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.4, S.11)


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Schule Röbbek – Was unsere Leser meinen


Nach dem Artikel (siehe: Unser Blatt Januar 2012) zur Nutzung des Geländes Röbbek 4 gab es zahlreiche Diskussionen zwischen Mitgliedern und Bürgern unseres Stadtteils. Uns erreichten mehrere Leserbriefe, die wir gerne hier auszugsweise abdrucken:

Frau Uschi Vohland schrieb uns:
“Da im Hamburger Abendblatt mehrfach die Überbelegung der Gesamtschulklassen als auch der Gymnasialklassen berichtet wurde, ist für mich die logische Schlussfolgerung, Röbbek durch den Eigentümer Schulbehörde sanieren zu lassen und z.B. für die Schule am Windmühlenweg zusätzliche Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Da das Grundstück sehr groß ist, mehrere 100 Quadratmeter, und von Moor und Wasser unterspült, kann man überlegen, ob soziale Wohnprojekte dort angesiedelt werden könnten. Fachleute müssten das untersuchen. Als Mitglied der Großflottbeker Spielvereinigung e.V. von 1912 freue ich mich, die Turnhalle kostenlos benutzen zu dürfen, eines der wenigen schönen Hamburger Gesetze.“

Herr Dr. Schultz-Süchting schickte uns folgenden Leserbrief:
„Ich danke für Ihren Bericht über die Alte Schule im Röbbek in Ihrem jüngsten Heft.
Es wäre ein großer städtebaulicher Verlust, wenn dieses Gebäude nicht seiner ursprünglichen Nutzung zugeführt würde. Der Ortsteil Flottbek lebt von seinem dörflichen Charakter; dieser wird geprägt von der einheitlichen Architektur der Häuser (einschließlich der Alten Schule) und von der Nutzung vieler Gebäude durch die örtliche Gemeinschaft – dazu zählt die Kirche, das Gemeindehaus mit dem Kindergarten und die Schule Windmühlenweg sowie die Turnhalle der Alten Schule. Diese gemeinschaftliche Nutzung und die Passgenauigkeit der Architektur zu dieser Nutzung gibt dem Stadtteil seine besondere städtebauliche Eigenart, und diese wird auch durch die Erhaltungssatzung Flottbek für das unmittelbar südlich und westlich um die Schule herum gelegene Gebiet geschützt. Die schulische Nutzung auch der Alten Schule Röbbek würde diesen dörflichen Charakter unterstreichen.
Zudem besteht in der Schule Windmühlenweg dringend Flächenbedarf, der dort nicht gedeckt werden kann (…), die Entwicklung der Grundschule zur Ganztagsschule (mit entsprechend höherem Flächenbedarf) hat gerade erst begonnen; sie wird durch die Offene Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2012/13 nicht ihren Abschluss finden. Containerbauten (auch wenn sie ordentlich und hochwertig sind) widersprechen dem städtebaulichen Konzept eines (ökonomisch, ökologisch und auch sozial) nachhaltigen Gebäudemanagements. Ihre Nutzung ist langfristig gerade dann bedauerlich, wenn nebenan eine wunderschöne Altbausubstanz vorhanden ist.
Unsere Stadt kannte im 19. und frühen 20. Jahrhundert den Wunsch, Bildungsbauten (Schulen, Universitätsgebäude etc.) als architektonische Vorzeigeprojekte zu planen, und viele alte Schuldgebäude sind heute Denkmäler dieses Bemühens. Wenn wir nach den jüngsten Jahrzehnten ausschließlich funktionaler Planung diesen Wunsch heute wiederbeleben oder zumindest alte Bildungsbauten nicht dem Abriss oder der Umnutzung preisgeben könnten, wäre viel gewonnen - nicht nur für die Ästhetik, sondern auch für die Funktion der Schule.“

Frau Regine Sahling schrieb:
„Ihren Artikel über die alte Schule Röbbek fand ich sehr interessant und anregend. Es ist ein Jammer ansehen zu müssen, wie die gesamte Anlage verfällt - und das, obwohl sie angeblich erhaltenswert ist. Nostalgie hin oder her: Das gesamte Terrain zwischen Markt und Schule ist städtebaulich so wertvoll, dass hier etwas Vernünftiges entstehen sollte. Groß Flottbek braucht neben der Kirche wieder einen echten Ortskern. Der könnte hier gut entstehen. Zum Beispiel ein gemütlicher "Dorfplatz" und in Hamburg dringend benötigter Wohnraum wären denkbar.“

Viele weitere Vorschläge gingen in die gleiche Richtung: Wunsch nach Wohnraum.
Auch gab es völlig neue Überlegungen: so schlug Frau Wurst-Riecke z.B. die Errichtung einer Kindertagesstätte am Röbbek vor.

Unser Dank an alle, die sich - in welcher Form auch immer - an dieser Diskussion beteiligt haben.
In der kommenden April-Ausgabe von Unser Blatt berichten wir erneut zu diesem Thema und stellen die neueste Entwicklung vor.


Rainer Ortlepp

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.3, S.8)


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Zur Lektüre empfohlen:


Wie wir Hamburger wurden

Am 1. Juli 1927 trat das preußische Unterelbegesetz und am 1. April 1937 das Groß-Hamburg-Gesetz in Kraft. Aus diesem Anlass wird Anfang April 2012 das Buch „Lokstedt – Niendorf – Schnelsen. Drei preußische Landgemeinden werden Hamburger Stadtteile“ erscheinen. Autor ist der pensionierte Hamburger Staatsanwalt Jürgen Frantz, der seit 22 Jahren 2. Vorsitzender des Bürgervereins Hoheluft-Großlokstedt von 1896 e. V. ist.

Im Jahre 1889 wurde Ottensen in Altona eingemeindet, ein Jahr später folgten die preußischen Landgemeinden Othmarschen, Övelgönne und Bahrenfeld. Auf Grund der damals schwierigen Finanzlage Altonas und des starken Bevölkerungswachstums wurde bereits 1915 offen ausgesprochen, dass „für Altona die Vereinigung mit Hamburg den einzig gangbaren Weg bedeutet“. Der Altonaer Magistrat verfolgte diesen Weg weiter unter dem damaligen Oberbürgermeister Bernhard Schnackenburg bis zu dessen Tod im Januar 1924. Nachfolger wurde im März 1924 Max Brauer, der sodann den entgegensetzten Weg beschritt und die umliegenden preußischen Landgemeinden, die alle zum Landkreis Pinneberg gehörten, nach Altona einzugemeinden versuchte. Mit Rissen und Blankenese im Westen bis Eidelstedt und Lokstedt im Norden wollte der das Altonaer Stadtgebiet vergrößern. Altona gründete hierfür einen finanziell gut ausgestatteten Werbeausschuss. Der Widerstand hiergegen regte sich insbesondere in dem damals reichen Lokstedt. Dort wurde ein Abwehrausschuss und anschließend auch in Pinneberg ein Kreisabwehrausschuss gegründet, dessen Vorsitzende 1925 der Provinziallandtagsabgeordnete Schweitzer, anschließend Neitzke aus Groß-Flottbek und im „Endkampf“ 1927 dann Benöhr, Lokstedt, waren. Dieser Eingemeindungskampf, der mit dem preußischen Unterelbegesetz vom 8.7.1927 (vielfach fälschlich als „Groß-Altona-Gesetz“ bezeichnet“) endete, führte dann dazu, dass die preußischen Landgemeinden Stellingen-Langenfelde, Eidelstedt, Lurup, Osdorf, Groß Flottbek, Klein Flottbek, Nienstedten, Blankenese, Rissen und Sülldorf nach Altona eingemeindet wurden. Nur Lokstedt verblieb im Kreis Pinneberg, vereinigte sich allerdings mit Niendorf und Schnelsen.

Diesen Eingemeindungskampf stellt der Autor ausführlich dar. Er blickt dabei auch auf die Städte Harburg, Wilhelmsburg und Wandbek sowie die Landgemeinde Rahlstedt.

Zehn Jahre später wird dann sowohl das große Altona als auch Lokstedt durch das Groß-Hamburg-Gesetz vom 26.1.1937 nach Hamburg eingemeindet. Gegenstand des Buches sind insoweit u. a. die reichsgesetzlichen Vorgaben und sehr ausführlich die zum 1. April 1937 gehaltenen Reden im Altonaer und im Hamburger Rathaus.

Durch Faksimile-Abdrucke der entscheidenden Gesetze aus der „Preußische Gesetzsammlung“ und dem „Reichsgesetzblatt“ sowie Karten zum Eingemeindungskampf und zu Groß-Hamburg wird dieses Buch zu einem wichtigen Nachschlagewerk für den heimatkundlich interessierten Hanseaten. Vergangenes und Geschehenes wird hier greifbar dargestellt. Auch das „Amtsblatt der Stadt Altona“ vom 2. Juli 1927 mit der dicken Überschrift „Das größere Altona in dritter Landtagslesung beschlossen!“ ist in Faksimile abgedruckt.

Frantz, Jürgen: Lokstedt - Niendorf - Schnelsen. Drei preußische Landgemeinden werden Hamburger Stadtteile. - 84 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-00-037681-8, 7,90 €.

Weitere Informationen stehen unter www.forum-kollau.de.

Jürgen Reip


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„Aus der Geschichte des Altonaer Krankenhauses – Asklepios Klinik Altona“

Von 1784 bis in die Gegenwart reicht das Werk von Herrn Professor Dr. Oswald Müller-Plathe, das vor kurzem erschienen ist und fachkundig über 227 Jahre eines der ältesten Krankenhäuser Norddeutschlands informiert.
Der Vorgängerbau der heutigen Asklepios-Klinik stand in der Max-Brauer-Allee, wohin er 1861 von dem ersten Gelände an der Königstraße verlegt worden war. 1971 dann eröffnete das „Allgemeine Krankenhaus Altona“ seine Pforten für Patienten aus nah und fern an der Paul-Ehrlich-Straße in Othmarschen.
Das Buch ist nicht nur ein wichtiger zeitgeschichtlicher Beitrag, sondern zeigt auch die Entwicklung der Medizin in über 200 Jahren auf.
Unser langjähriges Mitglied im Bürgerverein, Herr Professor Dr. Müller-Plathe, der selbst viele Jahre am „AKA“ leitend tätig war, stellt mit fachlich persönlichem Engagement ein Wahrzeichen Altonas vor.

Aus unserer Sicht ist es ein ideales Geschenk für alle interessierten Altonaer Bürger, besonders für die, die in Othmarschen und den Elbvororten zu Hause sind, und kann u. a. in der Buchhandlung Harder in der Waitzstraße zum Preis von Euro 14,95 gekauft werden.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf einen Artikel in „Unser Blatt“ November 1995, der von unserem ehemaligen Redakteur, Herrn Dr. Dietrich Stoltzenberg, nach einem Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Müller-Plathe geschrieben wurde.

Manfred Walter


Johann Heinrich von Thünen: Briefe

Marburg 2011, ISBN 978-3-89518-767-4

Erstmals wurden jetzt alle 367 überlieferten Briefe vollständig veröffentlicht, welche Johann Heinrich von Thünen geschrieben hat. Erschlossen wird das 1020 Seiten umfassende Werk durch umfangreiche Begleittexte zur Überlieferung der Korrespondenz, zur wissenschaftsgeschichtlichen Einordnung von Thünens und seines persönlichen Netzwerkes. Auf 27 Seiten sind teils farbige historische und aktuelle Abbildungen, welche durchaus geeignet sind, uns auf Spurensuche im nächsten Urlaub nach Mecklenburg zu locken. Hilfreich für den Leser sind das biographisch-genealogische Verzeichnis ausgewählter Personen und ein Glossar historischer Maße und Münzen. Von besonderem Interesse für uns Bewohner der westlichen Elbvororte Hamburgs sind die 4 langen (26 Seiten) Briefe an Baron Voght, den von Thünen kennenlernte, als er 1802/1803 die Landwirtschaftsschule Staudingers in Groß Flottbek besuchte. In § 7b seines Hauptwerkes „Der isolierte Staat“ setzt sich Thünen mit Voghts Ansichten zur Bodenstatik (Pflanzenernährungslehre) auseinander.
Leider ist nur ein einziger Brief Thünens an Staudinger überliefert, aber 61 seiner Briefe an Thünen. Diese sollten zusammen mit den übrigen an Thünen gerichteten Briefen möglichst bald ebenfalls veröffentlicht werden.

Die Briefveröffentlichung ist ein sehr geeignetes Geschenk. Lieferbar ist es im Buchhandel zum Preise von Euro 98,--, aber auch durch das Thünen-Museum, 17168 Tellow/Mecklenburg.

Zur ergänzenden Lektüre sei empfohlen:
Julia Christin Ahrend: Die Korrespondenz Johann Heinrich von Thünens. Agrar-, wirtschafts- und sozialwirtschaftliche Aspekte. Tellower Thünen-Schriften, Band 6, Tellow 2006, 139 Seiten, Euro 7,--. ISBN 13-978-3-9807805-5-1.

Reinhard Schwarze

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Sozialwerk des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen e.V.


1. Vorsitzender: Peter Illig

Spendenkonto: Hamburger Sparkasse (BLZ 200 505 50), Konto 1043/219 367


Das S o z i a l w e r k besteht seit über 50 Jahren.

Alle aktiven Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Der Verein trägt sich durch Spenden von Mitgliedern des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen e.V. sowie freiwilligen Spendern unserer Stadtteile.

Das S o z i a l w e r k betreut und unterstützt in Groß Flottbek und Othmarschen direkt oder über soziale Einrichtungen

alte hilfebedürftige Mitbürger durch beispielsweise
      - Geschenke und Zuwendungen
      - Kaffeefahrten in die nähere Umgebung

Kinder und Jugendliche aus finanziell schwachen Familien
      etwa durch
      - Zuschüsse für Ausbildung, Sport,
        Schulreisen, Ausflüge, Bildung und Erholung

sozial schwache Menschen durch
      - Einkaufsgutscheine für Lebensmittel
      - finanzielle Hilfen in Notfällen

Behinderte unterschiedlicher Art durch
      - Zuschüsse in jeglicher Weise

Sie erreichen das Sozialwerk über die Geschäftsstelle
des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen e.V.


Bericht des Sozialwerks über die Jahreshauptversammlung
und über das Geschäftsjahr 2010/2011


Im Geschäftsjahr des Sozialwerks haben die aktiven Mitglieder in elf Sitzungen gemeinsam ihre Aufgaben und Ziele besprochen und ihre ehrenamtliche Arbeit wahrgenommen. Das Sozialwerk hat zehn aktive und fünf passive Mitglieder.

Im Dezember 2010 mußten wir Abschied nehmen von Frau Dr. Hanna Erdmann, die im Alter von 88 Jahren verstorben war. Sie war fast 30 Jahre lang aktiv im Sozialwerk und hatte viele Jahre dessen Leitung inne. Bis zuletzt nahm sie als passives Mitglied Anteil an unserer Arbeit. Ihre besondere Persönlichkeit hat das Sozialwerk wesentlich geprägt; wir haben ihr viel zu verdanken.

Im Januar 2011 verstarb unser langjähriges Mitglied Frau Käthe Lindstaedt im hohen Alter von 97 Jahren. Auch Frau Lindstaedt war viele Jahre im Sozialwerk tätig und blieb uns als passives Mitglied mit fortwährendem Interesse für die Belange des Sozialwerks verbunden. Auch ihr danken wir an dieser Stelle noch einmal für ihren Einsatz und ihre Treue.

In unserer Jahreshauptversammlung am 25.7.2011 gedachten wir der beiden Verstorbenen. Der 1. Vorsitzende Peter Illig würdigte noch einmal ihrer beider Einsatz im und für das Sozialwerk.

Seit dem 1.1.2011 gehört Herr Dr. Werner Siemens zum Kreis der aktiven Mitglieder des Sozialwerks. Wir freuen uns über seine Bereitschaft mitzuarbeiten.

Das Geschäftsjahr des Sozialwerks umfaßt den Zeitraum 1.7.2010 bis 30.6.2011 und wurde am 25.7.2011 satzungsgemäß von den anwesenden aktiven und passiven Mitgliedern abgeschlossen. Die bisherigen drei Vorstandsmitglieder erklärten auf der Versammlung ihre Bereitschaft, weiterhin als Vorstand dem Sozialwerk zur Verfügung zu stehen, was alle Mitglieder mit Freude und Dank zur Kenntnis nahmen:

     - R.H. Peter Illig, 1. Vorsitzender
     - Ellen Liebherr, 2. Vorsitzende
     - Dr. Klaus Herberg, Schatzmeister.

Wir konnten erfreulicherweise zwei weitere neue Mitglieder für das Sozialwerk gewinnen: Frau Monika Leven und Frau Christa Rabenstein. Beide Damen heißen wir willkommen und danken ihnen für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit ab dem 1.7.2011.

Die bisherigen aktiven Mitglieder erklärten sich bereit, weiterhin mitzuarbeiten, so daß das Sozialwerk mit insgesamt 12 Mitgliedern in das neue Geschäftsjahr gestartet ist.

Die 'Sozialwerker'

Die "Sozialwerker"  –  Foto: M. Schlichting-Erb

Eine besondere Ehrung wurde unserem langjährigen Schatzmeister Dr. Klaus Herberg zuteil. Er erhielt am 2.5.2011 in einem Festakt im Hamburger Rathaus den Portugaleser in Bronze "Bürger danken" 2011. Der 1. Vorsitzende des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen, Herr Manfred Walter, würdigt in einem Artikel über Herrn Dr. Herberg diese Ehrung (s. UNSER BLATT, Ausgabe Juni 2011).

Dr. Klaus Herberg

Dr. Klaus Herberg - Träger des Portugalesers in Bronze "Bürger danken" 2011  –  Foto: H. Brandes

Herr Illig dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz und hob noch einmal hervor, daß das Sozialwerk viel Unterstützung aus dem Bürgerverein erfährt, nicht zuletzt durch die regelmäßige Teilnahme von Herrn Manfred Walter an unseren Sitzungen und die Bereitschaft von Frau Annegret Stuhr in der Geschäftsstelle, auch das Sozialwerk mit zu betreuen. Das erleichtere uns die Arbeit.

Auch im begonnenen Geschäftsjahr wollen wir unsere Aufgabe wahrnehmen, hilfebedürftige Menschen in unseren beiden Stadtteilen zu unterstützen, nicht nur mit Geldzuwendungen, sondern auch mit Sachspenden und persönlicher Betreuung wie z.B. auf den fünf Busausfahrten von Mai bis Dezember in die nähere Umgebung, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen.

Durch unsere Kontakte zu Schulen, Vereinen, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen, um nur einige zu nennen, erfahren wir, wo Hilfe nötig ist, und können helfen, weil Sie, liebe Mitglieder des Bürgervereins und liebe Leserinnen und Leser UNSERES BLATTS, uns so großzügig unterstützt haben mit ihren Spenden. Wir bitten Sie, uns auch weiterhin die Treue zu halten, damit unsere Arbeit zum Wohle unserer Mitmenschen in Flottbek und Othmarschen weitergehen kann. DANKE!

Oft erreichen uns Briefe und Karten von Kindern und ihren Betreuern mit ihrem Dank für die Zuwendungen und Hilfen, die wir ihnen geben konnten, etwa für einen Ausflug, ein Fest oder eine kleine Reise, an der durch unsere Unterstützung auch die Kinder teilnehmen konnten, deren Eltern die Kosten nicht hätten aufbringen können.

Die Kinder gestalten ihren Dank oftmals recht kreativ. Manchmal bekommen wir auch Fotos von Kindern mit den von uns gespendeten Sachen wie z.B. Lexika oder Spiele speziell für behinderte Kinder. Eine Lehrerin der Schule Hirtenweg schreibt uns, daß sie für zwei Klassen eine Kugelbahn angeschafft hat, "… die die Kinder aus würfelförmigen Bauteilen selbst konstruieren können. Die Schülerinnen und Schüler … sind mit viel Begeisterung dabei, wenn sie mit der Kugelbahn spielen können. Das Konstruieren und Ausprobieren fördert die Vorstellungskraft der Kinder und gibt auch den schwerer behinderten Kindern die Möglichkeit der Teilhabe."

Große Freude in der Schule Hirtenweg

Große Freude in der Schule Hirtenweg  –  Foto: Verena Müller

Sie, liebe Leserinnen und Leser, sehen auf dem Bild selbst den Eifer und die Begeisterung der Kinder. Die Freude über das Spielzeug und den Dank der Kinder könnten wir nicht deutlicher an Sie weitergeben!

Helga Eitmann

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Archiv Flottbek-Othmarschen des Bürgervereins e.V.


1. Vorsitzender: Joachim Brückner

Spendenkonto: Hamburger Sparkasse (BLZ 200 505 50), Konto 1043/225 398

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Wanderung


Von Finkenwerder über Neuenfelde nach Cranz

In der Hoffnung, noch ein wenig von der Apfelblüte im Alten Land zu sehen, wollen wir die hübsche, bekannte Strecke am 12. Mai 2012 noch einmal gehen.
Am Finkenwerder Hausdeich werden wir wieder die Blütenpracht in den Vorgärten bewundern können, kommen hinter den Airbus-Werken über frischgrüne Wiesen, in denen Lerchen ihre Nester haben, und gelangen durch kleine Gehölze zum Arm der Süderelbe. Dann gehen wir an Obstplantagen entlang auf Neuenfelde zu. Die wunderschöne barocke Kirche hat uns immer erfreut!
Im gut bekannten Bundt’s Gartenrestaurant essen wir – wenn möglich im Garten – zu Mittag. Danach setzen wir unsere Wanderung auf den Hausdeichen fort, können uns ansehen, ob die Sietas-Werft noch arbeitet (sie hatte Schwierigkeiten) und kommen nach etwa einer Stunde in Cranz an. Ob wir dort wohl wieder unter blühenden Bäumen Kaffee trinken können?
Wir treffen uns am 12. Mai 2012 um 9.55 Uhr an der Haltestelle des Busses 150 in der Behringstraße gegenüber dem AK Altona und fahren um 10.05 Uhr ab bis Osterfelddeich. Die Gesamtstrecke beträgt gut 11 km. Am späten Nachmittag bringt uns der Bus 150 von Cranz wieder nach Hause.

Wanderführerin werde wieder ich sein.

Hedwig Sander



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MAGNET 52


Offenes Singen

In diesem Jahr wird das Offene Singen unseres Bürgervereins vor der Freitreppe des Jenischhauses gemeinsam mit dem ‚Othmarscher Montagschor’ unter Leitung von Herrn Dr. Ulf Jöde gestaltet.
Herr Dr. Jöde war viele Jahre lang als Musiklehrer am Gymnasium Hochrad tätig. Er pflegte nicht nur die Musik, sondern auch das Theaterspiel. Theoretisch setzte er sich mit der ‚Entwicklung des Liedsatzes in der deutschen Jugendmusikbewegung’ auseinander.

Wir freuen uns auf das gemeinsame Singen und einen sonnigen Sonntagmorgen

am Sonntag, dem 6. Mai 2012, um 12 Uhr vor der Freitreppe des Jenischhauses.

Harald Brandes




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Exkursion: Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-MV


Frau Dietgard Schiewe (New Generation) hat uns freundlicherweise bis zu 20 Plätze für eine Tagesfahrt inkl. Schiffstour, Festung Dömitz und Besuch einer Obstbrennerei angeboten.

Die Exkursion mit Führung durch Wildhüter des Reservats, bei der Störche und ihre Jungen sowie Heckrinder (Auerochsen) zu sehen sind, findet am 11.7.2012 statt. Abfahrt 08.00 Uhr Hauptbahnhof, Rückkehr gegen 21.00 Uhr.

Ein kleiner Imbiss mit Dessert, Kaffee und Kuchen, Verkostung in der Brennerei (Brände oder Saft), sind im Gesamtpreis von Euro 65,-- genauso enthalten wie Bus, Schiffstour und Eintrittsgelder.

Weitere Einzelheiten erfahren Sie in unserer Geschäftsstelle, wo bei Anmeldung auch der Fahrpreis zu entrichten ist. Anmeldeschluss ist der 7. Juni dieses Jahres!

Wir bemühen uns darum, dass der Bus uns bei genügend großer Teilnehmerzahl abends bis zum Statthalterplatz bringt.

Manfred Walter


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Vorschau


Mittwoch, 11. Juli 2012, 8.00 Uhr ab Hauptbahnhof

     Exkursion: Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-MV
     Exkursion mit Führung durch Wildhüter des Reservats.
     Gesamtpreis 65,- € für Bus, Schiffstour, Eintrittsgelder, Imbiss,
     Kaffee und Kuchen, Verkostung in der Brennerei (Brände oder Saft).
     Anmeldeschluss am 7. Juni in der Geschäftsstelle.
     weitere Einzelheiten


Vorschau MAGNET 52


Dienstag, 26. Juni 2012, 15 Uhr

     Führung durch die Ausstellung
     ,Vermessenes Altona - Die Firma Dennert & Pape ARISTO'
     im Altonaer Museum unter Leitung von Frau Helga Eibel.

Sonnabend, 28. Juli 2012, 9.00 Uhr ab Statthalterplatz

     Fahrt zum ,Musikfest auf dem Lande' nach Emkendorf.
     Bitte möglichst bald bei Frau Stuhr anmelden.

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Regelmäßige Veranstaltungen

Thema

Leitung

Uhr

jeden Monat

Ort

Literaturkreis

Frau Heinrich 

16.00

am letzten Montag

Geschäftsstelle

Englisch

Frau Schierholz

16.00

am 2. Montag

Geschäftsstelle

Französisch

Frau Sander

10.30

jeden 2. Mittwoch

Geschäftsstelle

Wi snackt Platt in'n Börgervereen

Frau Brandes

17.00

am 1. und 3. Montag

Geschäftsstelle

Spielenachmittag (Skat, Canasta und Bridge für Könner)

Frau Sander

15.00

am 1. Donnerstag

Emkendorfstr. 49

Wandergruppe

Frau Sander

siehe

Monatsplan ....sonnabends

....

Ausfahrten

Herr Dr. Brandes

siehe

Monatsplan

....

Damenkaffee

Frau Lau

15.00

am 2. Dienstag

....

MAGNET 52

Herr Dr. Brandes

siehe

Monatsplan

....

Kommunalausschuss

n. n.

16.00

am 1. Mittwoch

Geschäftsstelle

Frühschoppen für Mitglieder und Freunde unseres Bürgervereins

Herr Walter

11.30

am 1. Sonntag

Dübelsbrücker Kajüt


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Artikel


Förderung internationaler medizinischer Spitzenforschung
     Die Preise und Auszeichnungen 2011
     der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung in Othmarschen

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Groß Flottbek

Graffiti an einem Vattenfall-Trafohäuschen

Vor 100 Jahren: Kaiserbesuch in Flottbek-Othmarschen

33. Deutscher Evangelischer Kirchentag

Planungswerkstatt Lichtsignalanlagen

Was passiert mit "Röbbek 4"? (alte Schule Röbbek)


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Gratulationen und Ehrungen


Frau Hedwig Sander zum 80. Geburtstag

Dr. Hans-Herbert Ahrens - 100 Jahre alt

Pastor em. Christian-Heinrich Gerlach wurde 80!

Ein Abschied, noch ohne Schlusspunkt! Pastor A. Zühlke wurde entpflichtet.

Burkhard Nehmiz 25 Jahre Kantor der Melanchthonkirche

Hans Norbert Hoppe, Direktor des Christianeums, im Ruhestand

Herrn Kurt Bobardt zum 80. Geburtstag


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Nachrufe


Lieselotte Simmon ist tot

Nachruf auf Prof. Dr. Werner Selberg

Nachruf für Herrn Dr. Hans-Herbert Ahrens

Frau Helga Eitmann ist tot


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Berichte über Ausfahrten und Besichtigungen


Unser Besuch bei den Wikingern  (Ausfahrt am 18.Mai 2011)

Ausfahrt mit MAGNET 52 zur Landesgartenschau  (am 22.Juni 2011)

Ausfahrt mit MAGNET 52 nach Stocksee  (am 16.Juli 2011)

Utfohrt na Veerlannen   (Plattdüütsch-Kring, 16. August 2011)

Hundert Jahre Flughafen Hamburg  (Flughafenbesuch mit MAGNET 52 am 19.August 2011)

Ausfahrt mit MAGNET 52 nach Papenburg  (am 22.September 2011)

Besichtigung der Betriebszentrale des Elbtunnels (A 7)  (am 9.September 2011)

Wanderreise auf Rügen mit MAGNET 52  (am 10. Oktober 2011)

Ausfahrt nach Norderstedt, Sieversen und Altenwerder  (am dritten Advent 2011)

„Edvard Munch“ – Ausstellung in der Bremer Kunsthalle  (am 20. Januar 2012)

Theaterreise Kiel mit MAGNET 52  (vom 24. bis 26. Februar 2012)


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Förderung internationaler medizinischer Spitzenforschung


Die Preise und Auszeichnungen 2011
der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung in Othmarschen


Förderung internationaler medizinischer Spitzenforschung von Othmarschen, einem Hamburger Stadtteil, der nicht unbedingt unmittelbar mit diesen Begriffen verbunden wird, aus? Die „Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung“ mit Sitz an der Elbchaussee macht es möglich! Diese Stiftung – errichtet in 1967 vom Hamburger Kaufmann und Reeder Ernst Jung (*1896 – †1976) – zeichnet seit 1976 mit dem „Ernst Jung-Preis für Medizin“ Medizin-Forscher aus, deren bahnbrechende Arbeiten die Medizin entscheidend voran gebracht haben. Im Jahr 1990 kam die „Ernst Jung-Medaille für Medizin in Gold“ dazu, die für eine außergewöhnlich hohe medizinische Lebensleistung eines Forschers vergeben wird. Potentielle Kandidaten für Preis und Medaille werden der Stiftung vom hierfür bestimmten wissenschaftlichen Kuratorium zur Entscheidung vorgeschlagen; eine Bewerbung ist, ähnlich wie beim Nobel-Preis, ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu können jüngere Mediziner sich um den „Ernst Jung-Karriere-Förder-Preis für medizinische Forschung“ bewerben, der seit 2006 das Programm der Stiftung abrundet.

Die Preise und die Medaille werden jährlich im Mai vergeben, so auch in 2011: den mit Euro 300.000 einer der höchst dotierten europäischen Forschungspreise teilen sich Herr Professor Dr. med. Christian Büchel (45, Institut für Systemische Neurowissenschaften, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) für seine hervorragenden Arbeiten zum besseren Verständnis der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns und Herr Professor Hans Clevers MD, PhD (53, Hubrecht Institut, Utrecht/Niederlande) für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Aufklärung der molekularen Ursachen des Darmkrebses, die einen großen Nutzen für die weitere Entwicklung innovativer Therapien erwarten lassen.

Mit der Medaille ehrt die Stiftung Herrn Professor Michel Lazdunski PhD (72, Institut de Pharmacologie Moléculaire et Cellulaire, CNRS Sophia Antipolis, Valbonne/Nizza), der sich höchst verdient um die Erforschung der Ionenkanäle gemacht hat, für sein Lebenswerk.

Mit dem „Ernst Jung-Karriere-Förder-Preis“ in Höhe von Euro 210.000 (für die Dauer von drei Jahren) erleichtert die Stiftung Herrn Dr. med. Stefan Schrader (35) die Rückkehr von London an die Universitätsaugenklinik Düsseldorf, wo er unter gleichzeitiger Vollendung seiner Facharztausbildung sein höchst vielversprechendes wissenschaftliches Projekt zur Entwicklung eines Bindehautersatzgewebes fortführen kann.

Die Auswahl der diesjährigen Preis- und Medaillenträger zeigt, dass die Stiftung sich nicht auf eine bestimmte medizinische Fachrichtung festlegt, sondern medizinische Forschung in einem breiten Spektrum befördert und – im Sinne des Stifters – Arbeiten auszeichnet, die auch einen praktischen Nutzen für die Heilung Erkrankter erkennen läßt. Dieser bei der Auswahl der Laureaten zu berücksichtigende Aspekt ist nicht immer einfach einzuhalten, beschränkt sich Spitzenforschung noch häufig auf ein theoretisches Modell.

Sie möchten sich informieren? Hier geht es zur „Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung“, deren Auszeichnungen und Preisträger: www.jung-stiftung.de.

Und übrigens: neben der „Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung“ gründete Ernst Jung in den 1960er Jahren drei weitere Stiftungen: zwei Altersheime, die „Ernst und Claere Jung Stiftung“ jeweils in Hamburg-Othmarschen und in Stade sowie die „Claere Jung Stiftung“ in Hamburg, die letztere kümmert sich um blinde und sehbehinderte sozial benachteiligte Menschen. Alle Stiftungen sind rechtlich und wirtschaftlich eigenständige Institutionen.

Marion Schlichting-Erb

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.7, S.4)


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Kaiser-Besuch in Flottbek-Othmarschen


Zum hundertsten Mal jährt sich in diesem Jahr der Besuch des Deutschen Kaisers Wilhelm II. in Flottbek und Othmarschen.

Die Kaiserin Auguste Viktoria

Die Kaiserin Auguste Viktoria  –  Foto: H.-H.Ahrens / H.Brandes

Am 26. August 1911 fuhr er durch unser Gebiet zum Manöver auf dem damaligen Exerzierplatz, dem heutigen DESY-Gelände.
Mit der 1892 auf der Vulcan Werft in Stettin gebauten Kaiseryacht ‚SMY Hohenzollern’, einem Schraubendampfer, der mit seinem Rammbug auch als Kriegsschiff eingesetzt werden konnte, landete er zunächst in Neumühlen.
Mit je einer Pferdekutsche für den Kaiser, die Kaiserin Auguste Viktoria und den Kronprinzen Friedrich Wilhelm ging es, vorbei am Altonaer Rathaus, dem ehemaligen südlichen Endbahnhof der Christian VIII.-Ostseebahn, über die Elbchaussee – Parkstraße – durch die von Ferdinand Ancker geschaffene Villenkolonie ‚Neu Othmarschen’ – über Bahnhofstraße (heute: ‚Groß Flottbeker Straße’) – Prinz-Albrecht-Straße (heute: ‚Zum Hünengrab’ zum Bahrenfelder Exerzierplatz.

Flottbek-Othmarschen begrüßt den Kaiser

Flottbek-Othmarschen begrüßt den Kaiser  –  Foto: H.-H.Ahrens / H.Brandes

Zu Ehren des Kaisers hatte der nach dem damaligen Drei-Klassenwahlrecht gewählte preußische Gemeindevorsteher Joachim Lüdemann, an den noch heute der Straßenname ‚Lüdemannstraße’ erinnert, an der Stelle, an der der westliche Arm der Flottbek (heute: etwa südlich der ‚Grottenstraße’) die Parkstraße kreuzte, eine Prunkpforte aufgestellt. Die Häuser waren geschmückt. Dreihundert Schülerinnen der 1901 gegründeten und von Bertha Uhl geleiteten Kuratoriumsschule standen in weißen Kleidern Spalier. Ein Schulbesuch fand allerdings nicht statt. Joachim Lüdemann erhielt für seine eindrucksvolle Organisation der Begrüßung den Königlich-Preußischen Königsorden.

Das Jenischhaus zu Kaisers Zeiten

Das Jenischhaus zu Kaisers Zeiten  –  Foto: H.-H.Ahrens / H.Brandes

Es herrschte ‚Kaiserwetter’, das heißt sonniges Wetter, denn der Kaiser liebte geeignete Lichtverhältnisse für seine Selbstdarstellungen in Film- und Photoaufnahmen, so dass die Aussage ‚Majestät brauchen Sonne’ zum geflügelten Wort wurde.
Nach dem Manöver und der Parade fuhr der Kaiser am Nachmittag über die Holztwiete zum Eingang Hochrad des Jenischparkes. Die um 16 Uhr übliche Teestunde fand bei Frau Thyra Rücker, der Frau von Martin Johan Rücker Freiherr von Jenisch, dem Urenkel des Senators Martin Johan Jenisch dem Älteren, statt. Martin Johan Rücker war durch das Jurastudium, die gemeinsame Mitgliedschaft im Bonner Corps Borussia und als Vortragender Rat im Auswärtigen Amt dem Kaiser gut bekannt. Man saß auf der mit einer Balustrade versehenen Terrasse an der Elbseite des Hauses. Der Kaiser selbst trank allerdings keinen Tee, sondern verspeiste Apfelstücke. Er besichtigte anschließend das Jenischhaus, nicht aber die Gartenanlage. Die Balustrade wurde später abgebrochen, so dass der Platz entstand, auf dem alljährlich unser Offenes Singen stattfindet.
Anschließend fuhr die ‚Hohenzollern’ zur Insel Helgoland, die 1807 von den Engländern besetzt, als Kolonie in das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland eingegliedert worden war und 1814 im Kieler Frieden dem Inselstaat zugeschlagen wurde. Erst 1890 gelangte der Buntsandsteinfelsen im Helgoland-Sansibar-Vertrag wieder an Deutschland, so dass der Deutsche Kaiser hier besonders begeistert empfangen wurde.

Dieser Bericht stützt sich unter anderem auf Einzelheiten, die unser langjähriges Mitglied Herr Dr. Hans-Herbert Ahrens von Zeitzeugen, nämlich der Tochter des Gemeindevorstehers Joachim Lüdemann und einem Matrosen der Kaiserlichen Yacht, der bei seinen Eltern auf Altenwerder in Logis war, erfahren hatte und die er mir dankenswerterweise in einem Gespräch in seiner Neugrabener Studierstube mitgeteilt hat.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.8, S.4-5)


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33. Deutscher Evangelischer Kirchentag


Unser Mitglied Alexandra Lee Walter, Tochter unseres Vorsitzenden Manfred Walter, lebt in Dresden. Sie schickte uns den folgenden Bericht über den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden, Hamburgs Partnerstadt, den wir unseren Leserinnen und Lesern hiermit gern weitergeben:

„Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ – Mt 6, 21

„… da wird auch dein Herz sein“. So lautete das Leitmotiv des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) 2011. Dieser fand in der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, in Dresden, statt.
Über 100.000 Dauergäste und dazu noch täglich 40.000 Besucher aus der näheren Umgebung wurden in den fünf Tagen vom 1.- 5. Juni gezählt. Ein vielfältiges Programm inspirierte vor allem die jungen Christen, sich auch in Zukunft mutig für unterschiedlichste Lebensthemen einzusetzen.
Der Gau in Fukushima, der danach vehement geforderte, schnelle Atomausstieg und die Folgen, der Klimawandel, Hunger in der Welt, soziale Ungerechtigkeit, Altersarmut sowie aktuelle Ereignisse, wie die toten Soldaten beim Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan und der gefährliche EHEC-Erreger waren die bestimmenden Themen auf dem Kirchentag.
Zum Abschluss-Gottesdienst beidseitig des Dresdner Elbufers wurde unter anderem bilanziert, dass evangelische Christen eine starke Gemeinschaft bilden und durch ihre Stimme eine Kraft haben, die künftig noch mehr Gehör – auch in politischen Zusammenhängen – finden sollte.
Der kommende DEKT wird 2013 ein paar hundert Kilometer nördlich – immer entlang der Elbe – in Dresdens Partnerstadt, der Hansestadt Hamburg, stattfinden.
Dann präsentiert sich dort die Nordkirche. Diese wird sich nächstes Jahr zu Pfingsten aus den evangelisch-lutherischen Kirchen in ganz Norddeutschland zusammenschließen. Rund 730.000 Menschen von Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern bilden dann eine neue Gemeinschaft in ihrer gemeinsamen Heimat … denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

Alexandra Lee Walter

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.7, S.9-10)


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Was passiert mit „Röbbek 4“?


Was passiert mit 'Röbbek 4?'

Die alte Schule Röbbek  –  Foto: H. Brandes

Seit dem Jahr 2005 steht das alte Schulgebäude am Röbbek 4 leer und gammelt vor sich hin. Bei dem 1874 erbauten und bis 1905 um Anbauten erweiterten Gebäude handelt es sich um die alte Schule und Turnhalle des ehemaligen Dorfes Groß Flottbek. Momentan wird nur die Turnhalle von der „Groß Flottbeker Spielvereinigung“ genutzt und einigermaßen in Schuss gehalten. Ansonsten verrottet und verwildert der Rest. Immer wieder kamen Diskussionen über die zukünftige Nutzung auf.

Nun kommt Bewegung in die Angelegenheit und deshalb hat sich unser Bürgerverein eingeschaltet. Im Februar 2012 soll entschieden werden, wie es weitergeht, weil dann der Schulentwicklungsplan aussagen wird, ob das Gebäude für eine Erweiterung der Grundschule Windmühlenweg notwendig ist, da die Schule selbst keine Anbauflächen hat. Deshalb könnte eine Auslagerung von Klassen in das alte, dann sanierte Gebäude erfolgen. Sollte dies nicht nötig sein, steht dann ein Verkauf an einen Investor im Raum, der auf dem gesamten Areal Wohnungsneubauten vornehmen könnte. Hier stellt sich allerdings die Problematik, dass zumindest aus heutiger Behördensicht ein Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes nicht in Frage kommt, so laut Wochenblatt Daniel Stricker von der Hamburger Finanzbehörde. Damit wird ein Verkauf wohl sehr schwierig.

Eine weitere Variante, die offensichtlich von der zuständigen Altonaer Bezirksversammlung geprüft wird, ist zum Beispiel die Vergabe des Gebäudes an soziale Wohnprojekte.

Rückansicht des alten Schulgebäudes

Rückansicht des alten Schulgebäudes  –  Foto: H. Brandes

Uns als Bürgerverein interessiert nun Ihre Meinung: was halten Sie von diesen Nutzungsmöglichkeiten? Was haben Sie für Vorstellungen und Vorschläge? Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Wir werden in den nächsten Ausgaben von „Unser Blatt“ darüber berichten und bleiben in dieser Angelegenheit am Ball.

Rainer Ortlepp

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.1, S.4)


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Frau Hedwig Sander zum 80. Geburtstag


     Das Wandern ist Frau Sanders Lust,
     das Wandern nimmt uns allen Frust,
     das Wandern.
     Da kann es frieren Stein und Bein,
     bei Regen oder Sonnenschein
     geht’s mit Frau Sander wandern,
     Frau Sander.

Die Geburtstagswandergruppe um Frau Sander

Die Geburtstagswandergruppe um Frau Sander in Rade  –  Foto: H. Brandes

Diese Strophe, nach dem bekannten Wanderlied des Müllers zu singen, ist ein Motto für Frau Sanders Tätigkeit in unserem Bürgerverein Flottbek-Othmarschen. Allmonatlich bietet sie seit zwei Jahrzehnten den Mitgliedern eine Wanderung in die nähere oder weitere Umgebung Hamburgs an. Ihre Wandervorschläge sind stets den jahreszeitlichen Bedingungen der Wanderwege und der Tageslänge angepasst. Akribisch wandert sie die jeweilige Strecke vor, informiert sich über die Angebote der öffentlichen Nahverkehrmittel, sucht ein gemütliches Restaurant für Mittagessen sowie Kaffeetrinken aus und verfasst einen anregenden Artikel für ‚Unser Blatt’. In diesem Halbjahr wanderten wir entlang der Alster von den St. Pauli Landungsbrücken über die Krugkoppelbrücke bis nach Ohlsdorf, von Blankenese über den Falkenstein nach Rissen, von Farmsen entlang der Berner Au und durch den Eichtalpark bis nach Wandsbek, von Rissen über Wedel bis zum Schulauer Fährhaus, zur Baumblüte über die Elbinsel Finkenwerder, rund um den Großen Eutiner See und von Ohlstedt auf der Trasse der ehemaligen Alt-Rahlstedter-Wohldorfer Eisenbahn durch den Wohldorfer Wald bis nach Rade. Der Brunsberg in der Lüneburger Heide, der Ratzeburger See, der Elbuferweg bis Lauenburg und die Holmer Sandberge waren Ziele der vergangenen Jahre.
Auch mehrtägige Wanderungen, so über den Thüringer Rennsteig von der Werra bis zur Saale, im Harz, durch den Teutoburger Wald sowie über das Eggegebirge und im Deister bewältigte sie mühelos die Tagesetappen und studierte außerdem die Sehenswürdigkeiten, die am Wege lagen, wie die Johanniterkirche in Nidda und die Baumannshöhle in Rübeland.
Am Abend wurde dann in der Wandergruppe das Kartenspiel, wie Canasta, gepflegt. Auch in Hamburg widmet sie sich an jedem ersten Donnerstag im Monat dem Kartenspiel mit den Mitgliedern unseres Bürgervereines. Firm ist sie auch im Skatspiel und konnte bei den Turnieren der Freiwilligen Feuerwehr Flottbek manchen Preis nach Hause tragen.
Souverän begeistert sie an jedem zweiten Mittwoch die Teilnehmer ihres Französisch-Gesprächskreises durch ihre profunden Sprachkenntnisse sowie durch ihre vielseitige, oft an der Tagespolitik orientierte Themenwahl.
Ebenso unentbehrlich ist sie im Plattdüütsch Kring. In der November-Veranstaltung trägt sie durch ihre plattdeutschen Rezitationen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Mit kräftiger Stimme gestaltet sie an diesen Abenden die vorgetragenen plattdeutschen Lieder mit.
Eine ihre Spezialitäten ist jedoch die plattdeutsche Glosse auf der letzten Seite der Vereinszeitung ‚Unser Blatt’. Immer wieder bekommt man von den Mitgliedern zu hören: „den Beitrag von Frau Sander lese ich immer zuerst“.
Unsere Vereinszeitung ist aber auch sonst ihre Domäne. Anfang jedes Monats gibt sie in der Redaktionskonferenz Anregungen und äußert Gestaltungsvorstellungen. Akribisch durchsucht sie das Blatt auf Schreibfehler, gibt aber auch Anregungen bei ungeeigneten Formulierungen.
In der ihr eigenen Vielseitigkeit hat sie auch bei der Gründung des Archivvereines unseres Bürgervereines mitgeholfen.
In ihrer Eigenschaft als zweite Vorsitzende des Bürgervereines Flottbek-Othmarschen wirkt sie in den Vorstandsitzungen und in den Sitzungen des Zentralausschusses Hamburgischer Bürgervereine von 1886 mit Sachkenntnis, sorgfältiger Beobachtungsgabe und manchen Anregungen mit. Souverän leitete sie die Veranstaltungen zum siebenhundertsten Jubiläum Flottbeks.
Sie kümmert sich aber auch um die einzelnen Mitglieder, besucht am Monatsanfang den Stammtisch in der ‚Dübelsbrücker Kajüt’ und gratuliert den Altersjubilaren mit einem Blumenstrauß.
So nimmt es nicht wunder, dass sie in Anerkennung ihrer vielseitigen Aktivitäten im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses im Beisein des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg vom Vorsitzenden des Zentralausschusses Hamburgischer Bürgervereine den Portugaleser ‚Bürger danken’ in Bronze im Jahre 2009 überreicht bekam.
Dieses Ereignis war zugleich Anlass, in ‚Unser Blatt’/Ausgabe Juli 2009 über ihren Lebenslauf zu berichten.
Alle Mitglieder danken Frau Sander für ihren umfangreichen und erfolgreichen Einsatz für die Belange unseres Bürgervereines.
Zu ihrem 80. Geburtstag gratulieren wir ihr sehr herzlich, wünschen viel Gesundheit und weiterhin frohes Schaffen in und für unsere Gemeinschaft.

Herzlichen Glückwunsch!

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.8, S.4)


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Lieselotte Simmon ist tot


Die Nachricht traf uns ganz unerwartet, waren wir vom Plattdüütsch Kring doch noch in der Woche zuvor mit ihr zusammen auf Vierlandenfahrt gewesen!
Über 40 Jahre hat Lieselotte (Lilo) Simmon dem Verein angehört. Als sie im März 1971 beitrat, bekam sie schnell Gelegenheit, ihren Ehemann Gerhard Simmon (der seit Jahren 1. Vorsitzender war), tatkräftig zu unterstützen. Das tat sie auch, stets war sie bereit, einzuspringen, wenn es besondere Arbeit gab. So wurde sie bald gebeten, im Vorstand mitzuwirken. Im April 1978 wurde sie zur Schatzmeisterin gewählt und übte das Amt vier Jahre aus. Danach beteiligte sie sich bis zum Jahre 2006 als Beisitzerin an der Vorstandsarbeit, betreute insbesondere die Mitglieder, gratulierte zu besonderen Geburtstagen und ließ ihnen kleine Geschenke zukommen.
Auch im Sozialwerk des Bürgervereins war ihre Hilfe willkommen: Wenn vor Weihnachten Geschenke für Bedürftige besorgt und verpackt werden mussten, war sie tatkräftig dabei, und da sie ein Auto zur Verfügung hatte, fuhr sie die Pakete anschließend aus.
Bei allem kam ihre Familie nicht zu kurz. Ihre drei Töchter wuchsen zu tüchtigen jungen Frauen heran. Und auch für Freunde hatte sie Zeit.
Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde Lilo Simmon nach 25 Jahren ehrenamtlicher Vereinsarbeit mit dem Portugaleser in Bronze „Bürger danken“ ausgezeichnet.
Auch nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand blieb sie im Verein aktiv. Nun konnte sie sich mehr ihrer Liebe für die plattdeutsche Sprache widmen. Ganz regelmäßig kam sie zum „Plattdüütsch Kring“, brachte Bücher, Zeitungsbeiträge und Gedichte zur Lektüre mit und trug selbst unnachahmlich eindrucksvoll vor, wenn z.B. ein Vortragsabend „op Platt“ in der Ernst und Claere Jung-Stiftung anstand.
Lieselotte Simmon wurde 87 Jahre alt. Sie starb am 23. August nach einem Herzinfarkt. Wir werden sie nicht vergessen.

Hedwig Sander

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.11, S.5)



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Nachruf auf Prof. Dr. Werner Selberg


Herr Professor Dr. med. Werner Selberg ist am 9. August 2011 kurz nach seinem 98. Geburtstag verstorben.
Über 38 Jahre war Herr Professor Selberg Mitglied unseres Vereins und hat nach seiner Pensionierung als Chefarzt des Pathologischen Institutes und als Ärztlicher Direktor im Allgemeinen Krankenhaus Barmbek den Bürgerverein Flottbek-Othmarschen aktiv unterstützt.
Neben seiner wissenschaftlichen, beratenden und gutachterlichen Tätigkeit, die er für die Gesundheitspolitik wahrnahm, hat Herr Professor Selberg 10 Jahre, von April 1986 bis April 1996 als Beisitzer im Vorstand unseres Bürgervereins gewirkt. Dem Kommunalausschuss, dem er sich eng verbunden fühlte, hielt er bis vor wenigen Jahren die Treue, nahm regelmäßig an den Sitzungen teil und hatte stets interessante Beiträge bereit.
Mit seiner großen Lebenserfahrung, seiner liebenswürdigen Art und seinen aktuellen Informationen über Politik und Gesellschaft wies Herr Professor Selberg immer wieder auf die Notwendigkeit eines guten Integrationskonzeptes und das Zusammenleben mit Bürgern aus verschiedenen Kulturen hin.
Sein großes, ehrenamtliches Engagement machte ihn zum Vorbild für Viele.
Wir trauern mit seiner Familie und denken in Respekt und Dankbarkeit an Herrn Professor Selberg zurück.

Manfred Walter

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.11, S.5)



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Nachruf für Herrn Dr. Hans-Herbert Ahrens


Am 26. Februar 2012 ist Herr Dr. Ahrens im Alter von über 100 Jahren nach einem erfüllten Leben verstorben.
Über vier Jahrzehnte war Hans-Herbert Ahrens Mitglied unseres Bürgervereins und wir haben ihm außergewöhnlich viel zu verdanken!
Mehr als 20 Jahre im Vorstand tätig, hat Dr. Ahrens beinahe 200 Ausfahrten geplant, vorbereitet und durchgeführt, umfangreiche Dia-Vorträge gehalten, an der Chronik „Flottbek Othmarschen einst und jetzt“ mitgearbeitet, sowie eine Vielzahl von Beiträgen heimatgeschichtlicher Art - besonders über Baron Voght in seiner Zeit - für „Unser Blatt“ geschrieben.
Durch die Würdigung zu seinen hohen Geburtstagen (80, 90 und 100 Jahre) in unserer Vereins- und Stadtteilzeitschrift hat der jeweilige Vorstand Herrn Dr. Ahrens geehrt und ihm den großen Dank des Bürgervereins für sein Wirken ausgesprochen. Nachzulesen in „Unser Blatt“ Ausgaben November 1991, 2001 und 2011.

Heute verneigen wir uns vor dem Verstorbenen und sprechen seiner Frau Georgette und der Familie unser von Herzen kommendes Beileid aus.
Der Bürgerverein wird dem Ehrenbürger von St. Quentin (Frankreich) und dem durch die Thünen-Medaille sowie den Portugaleser „Bürger danken“ ausgezeichneten, ehemaligen Mitglied Dr. Hans-Herbert Ahrens ein dauerhaftes Andenken bewahren.
Wir haben ein großes Vorbild verloren!

Manfred Walter

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.4, S.6)



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Frau Helga Eitmann ist tot


Am 18.02. d. J. ist Frau Helga Eitmann nach langer, schwerer Krankheit verstorben.
Alle ärztlichen Bemühungen, der eigene Wille, wieder gesund zu werden, die seelische und aktive Unterstützung durch ihren Ehemann und die Familie mit Freunden, sowie die vielen Genesungswünsche haben an der Endgültigkeit des Todes nichts ändern können.
Unser Sozialwerk und der Bürgerverein trauern um die Verstorbene, die nicht nur unser gemeinsames Mitglied war, sondern auch im Ehrenamt viele und nachhaltige Unterstützung für die beiden Vereine geleistet hat.

Die Nachfolge unserer langjährigen Geschäftsstellenleiterin Frau Scholz hat Frau Eitmann nach entsprechender Einarbeitung frisch angepackt und mit ihren Ideen dem Büro- und Geschäftsbetrieb neue Impulse gegeben. Ihre langjährige kaufmännische Erfahrung war in der Vorbereitung zum Einstieg in die Welt der Datenverarbeitung mehr als hilfreich. Und, dass sie mit ihrem Mann zusammen den Geschäftsräumen ein neues Bild durch Farbe und freundliche Ausstattung gegeben hat, bleibt uns in bester Erinnerung.
Aus persönlicher Überzeugung fällte Frau Eitmann dann die Entscheidung, sich in dem sozialen Bereich des Sozialwerks zu engagieren. Dennoch hat sie in Abwesenheitszeiten die neue Geschäftsstellenleiterin Frau Stuhr viele Male vertreten.

Im Sozialwerk war Unterstützung für die Vorstandsarbeit durch Ideenfindung, akribische und sensible Protokollführung, wie auch Ablaufverbesserungen durch den Einsatz ihres eigenen PC mehr als hilfreich. Darüber hinaus dem Sozialwerk eine breitere Grundlage in der Öffentlichkeit zu geben war Frau Eitmann äußerst wichtig. Die Beiträge in „Unser Blatt“ über die Aktivitäten des Vereins, die Berichte über Dankesschreiben und die Werbelogos hat sie wesentlich mit initiiert.
Sozialwerk und Bürgerverein haben Frau Helga Eitmann für ihr ehrenamtliches Wirken viel zu verdanken. Wir werden sie dafür, aber auch für ihre besondere und menschliche Art des Umgangs nicht vergessen.

Peter Illig          Manfred Walter

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.4, S.6)



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Dr. Hans-Herbert Ahrens - 100 Jahre alt


Dr. Hans-Herbert Ahrens

Zwei Vorsitzende, Herr Hermann Gese und Herr Hans Heinrich Jebe, haben Herrn Dr. Ahrens zu hohen Festtagen gratuliert, ihn und sein Wirken für den Bürgerverein, aber auch weit darüber hinaus umfassend gewürdigt. Das war im November 1991 und 2001 zum 80. bzw. 90. Geburtstag und ist in „Unser Blatt“ dokumentiert. Unser Mitglied, Herr Dipl.-Hdl. Reinhard Schwarze, hat in seinem Buch „Klopstock und Voght im Leben des Lucas Andreas Staudinger“ zum 91. Geburtstag eine Auswahl-Bibliographie von Dr. Ahrens veröffentlicht, die noch weiter geschrieben werden könnte.

Jetzt, am 23.November 2011, haben wir die große Freude, Dr. Hans-Herbert Ahrens zu seinem hohen und ganz besonderen Ehrentag, dem 100., zu gratulieren. Herzlichen Glückwunsch sagen alle, die Sie, sehr geehrter lieber Herr Dr. Ahrens, aus Ihrer aktiven, ehrenamtlichen Zeit noch kennen und selbstverständlich der gesamte Vorstand unseres Bürgervereins.

In Francop, einem Teil Hamburgs mit noch überwiegend dörflichem Charakter, wohnt Herr Dr. Ahrens mit seiner Gattin Georgette und hat vom Balkon vor seinem Arbeitszimmer einen weiten Blick über grünes Land. In den Räumen Bücher über Bücher.
Zwei Stunden verflogen geradezu im gemeinsamen Gespräch mit dem Neffen, Herrn Harald Frey, und es hätte noch länger dauern können, um weitere Einzelheiten des Lebensweges des Jubilars zu hören. Geboren im Dorf Altenwerder – heute steht nur noch die Kirche als Erinnerung und Denkmal - wuchs Hans-Herbert Ahrens in einer tief religiösen Familie mit drei jüngeren Schwestern auf. Er hat gute Erinnerungen an seine Kindheit, besonders an seinen erfolgreichen Vater und die Großeltern in der Weserniederung, im Oldenburgischen und in Delmenhorst. Nach der Grundschule besuchte Hans-Herbert, der schon früh in die Baptistengemeinde integriert war, das Real-Gymnasium in der Königstraße in Altona bis zum Abitur. Vor dem Studienbeginn erhielt Herr Dr. Ahrens die Erwachsenentaufe vor der Gemeinde. Die Ferien in Westerstede bei seinem Großvater sind unvergessen, insbesondere, weil er dort ein Fahrrad geschenkt erhielt. Fahrräder haben ihn sein ganzes Leben begleitet, so z.B. während seiner Studienzeit bei einer Alpenfahrt bis Graubünden von Hamburg und zurück. Oder bei einer Fahrt zur Konferenz der Baptisten-Jugendbewegung in Riga über Dänemark und Schweden. Studiert hat Hans-Herbert Ahrens in Tübingen und Hamburg Deutsch, Geschichte und Theologie, und wurde auch in Hamburg 1939 zum Dr. phil. promoviert.
Noch im gleichen Jahr konnte Dr. Ahrens, vor seiner Einberufung zur Wehrmacht, in Kopenhagen einen Vortrag über einen bedeutenden Baptisten-Missionar halten. Dann wurde er nach einem Lehrgang in Lübeck mit einer Nachrichteneinheit nach Belgien verlegt, lernte in Brüssel als Dolmetscher seine spätere Frau kennen, musste weiter nach Holland, wo er beim Fußballspiel so schwer verletzt wurde, dass er ein halbes Jahr im Lazarett lag. In der Zwischenzeit war seine Einheit nach Leningrad verlegt, und der Soldat Ahrens hatte das Glück, nach Frankreich, nördlich von Paris, und später in die Normandie versetzt zu werden. Bei der Ardennenoffensive kam Herr Dr. Ahrens in amerikanische Kriegsgefangenschaft, reiste danach durch das besetzte Deutschland und erhielt nach der Entnazifizierung eine Lehrerstelle in Nienburg an der Weser zugewiesen. Dort unterrichtete er etwa drei Jahre und befasste sich bereits mit Heimatgeschichte. Ein veröffentlichter Bericht über Bruno Emanuel Quaet-Faslem (Architekt, Abgeordneter, Ehrenbürger und Senator) ist noch in seinem Archiv.
Anfang der 50er Jahre kam Dr. Ahrens wieder nach Hamburg, um an der Schlee-Schule zu unterrichten. Mit seinen Schülern am Ernst-Schlee-Gymnasium unternahm er viele Jahre Reisen zu Arbeitseinsätzen der Kriegsgräberfürsorge in Frankreich und wurde dafür später im Hamburger Rathaus vom Bürgermeister der Stadt St. Quentin zu dessen Ehrenbürger ernannt.
Mit seiner späteren Frau hatte er in all den Jahren immer wieder lockeren Kontakt, u. a. bei einer Ausstellung in Gent 1955, zu der er bei strömendem Regen mit seiner NSU-Lambretta gefahren war. Mittlerweile haben Georgette und Hans-Herbert Ahrens längst die Goldene Hochzeit gefeiert, und ohne seine Frau ist Herr Dr. Ahrens nicht zu denken. Nach wie vor beschäftigt er sich mit geschichtlicher Literatur und liest sehr aufmerksam auch „Unser Blatt“. Hoch geehrt durch weitere Auszeichnungen wie den „Portugaleser“ und die „Thünen-Medaille“ von Tellow können wir nur staunen über den Lebensweg und das Lebenswerk von Herrn Dr. Hans-Herbert Ahrens. Der Bürgerverein Flottbek-Othmarschen wünscht ihm mit seiner Frau auch für das neue Lebensjahr alles erdenklich Gute.

Manfred Walter

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.11, S.5)



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Pastor em. Christian-Heinrich Gerlach wurde 80!


Im engen Familien- und Freundeskreis hat Herr Pastor Gerlach seinen 80. Geburtstag Ende November bei guter Gesundheit dankbar gefeiert. Auf diesem Wege gratulieren wir dem Jubilar nachträglich sehr herzlich und wünschen ihm ein gutes und weiter gesundes neues Lebensjahr.
Herr Christian-Heinrich Gerlach ist seit über vier Jahrzehnten Mitglied unseres Bürgervereins, hat zeitweise im Vorstand mitgearbeitet, uns stets mit Hinweisen und Ratschlägen begleitet und insbesondere unser Sozialwerk treu unterstützt. Dafür danken wir an dieser Stelle außerordentlich.
In Zoppot bei Danzig geboren, wuchs Christian-Heinrich Gerlach in Dithmarschen auf und machte 1952 sein Abitur in Husum. Er studierte in Kiel, Tübingen und Hamburg und erhielt seine erste Pfarrstelle in Volksdorf. 1964 erfolgte dann der Wechsel zur Christuskirche nach Othmarschen, wo er bis 1995 als Pastor wirkte.
Über 30 Jahre in und mit einer Gemeinde prägen beide Seiten. Pastor Gerlach war in diesen vielen Jahren nicht nur Seelsorger, sondern auch Manager, Bauunternehmer und Reiseleiter. Nebenamtlich hat er als Militärpfarrer zusätzlich neun Jahre im Standort Hamburg gewirkt. Ab 1970 gehörte er dem Vorstand der „Ernst und Claere Jung-Stiftung“ an und übernahm ehrenamtlich, nach dem Tod des Stifters, die Geschäfte des Vorsitzenden bis 2005.
Sowohl als Pastor der Christuskirchengemeinde wie auch als Vorstandsvorsitzender der Stiftung hat Christian-Heinrich Gerlach Zeichen gesetzt. Offene Jugendarbeit, Haus Hanna, Bau des Gemeindezentrums, Seniorenarbeit mit großer Beteiligung, Reisen nach Israel und auf den Spuren des Apostels Paulus oder Behindertenarbeit sind u. a. zu erwähnen. Und daneben Mitarbeiterförderung zum Erzielen hoher Pflege-Qualität unter veränderten Marktbedingungen, Zertifizierung, bauliche Umgestaltung in der Seniorenanlage und Förderung der Bewohner durch Bibelkreise und Teilhabe an öffentlichen Vorträgen.
Ein reiches Lebenswerk, auf das Herr Pastor em. Gerlach mit Freude zurückschauen kann. Gelungen ist dies alles, weil an seiner Seite stets eine vorbildliche Pfarrfrau wirkte und unterstützte. Deshalb gebührt Frau Erika Gerlach ebenfalls Lob und Dank.

Manfred Walter

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.12, S.8)



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Ein Abschied, noch ohne Schlusspunkt!


In einem festlichen und dennoch fröhlichen Gottesdienst hat Probst Dr. Gorski den Gemeindepastor Andreas Zühlke am 30. Oktober 2011 von seinem Amt entpflichtet.
28 Jahre hat Herr Pastor Zühlke für die Melanchthon-Gemeinde treue Dienste geleistet, u. a. Kinder und Erwachsene getauft, Konfirmanden eingesegnet, Trauungen vorgenommen sowie bei Trauerfeiern und Begräbnissen Trost und Zuversicht gegeben. Vor allem jedoch mit seinen Predigten im Gottesdienst die Gemeinde immer wieder auf den zentralen Punkt des christlichen Glaubens hingeführt. Ein Seelsorger, wie man sich einen solchen wünscht!
Andreas Zühlke ist im Kreis Lüchow-Dannenberg aufgewachsen, studierte Theologie in Loccum und war in Hannover-Vahrenheide Vikar. Knapp zwei Jahre in Fischbek, Kirchenkreis Harburg tätig, wechselte er unter dem ehemaligen Bischoff Wölber in die Hamburgische Landeskirche über und trat ein Pfarramt in der Apostelkirche, Eimsbüttel, an. 1977 brannte diese Kirche ab und es galt, mit den benachbarten Kirchengemeinden eine Neugliederung zu schaffen sowie die Feuerschäden zu heilen.
Im Sommer 1983 übernahm Pastor Zühlke das Amt des Gemeindepastors in der Melanchthonkirche, nachdem sein Vorgänger bereits 1982 die Gemeinde in schwieriger Situation verlassen hatte. In zäher Beharrlichkeit gelang ihm, gemeinsam mit dem Kirchenvorstand und engen Mitarbeitern, ein Neuanfang. Die Abgabe des ehemaligen Gemeindehauses Ebertallee 55 an das Brahms-Konservatorium, die Erreichung eines langfristigen Kredits für den An- und Umbau bei der Kirche, die Umstellung der Stromversorgung auf Solarenergie etc., waren Herausforderungen neben der üblichen Arbeit eines Pfarrers. Dazu kam die Bevölkerungsentwicklung sowie die Verringerung der Gemeinde wie überall. Heute zählt die Gemeinde rund 2000 Mitglieder, die ein enges Verhältnis zu ihrer Kirche haben. Daher sind die Gottesdienste stets erfreulich gut besucht.
Zeit für Fortbildung und Seminare war knapp. So informierte sich Herr Pastor Zühlke bei den abgestellten Vikaren über die Neuerungen in der Landeskirche und der Lehre. Auch der Austausch mit der Lutherkirche und anderen Kollegen brachte neue Erkenntnisse für die Arbeit in der Gemeinde.
Mit regelmäßiger und manchmal spontaner privater Unterstützung gelang die Kunst, die vielen Angebote der Kirche für Jung und Alt durchzuführen. Dazu kam viel ehrenamtliche Arbeit von Gemeindemitgliedern und auch Hauptamtlichen. Unabhängig davon wurden die Projekte Tschernobyl-Kinder (gemeinsam mit der Lutherkirche), Kontakte und Treffen hier und dort mit der Gemeinde Barth und vor allem „Vergessene Nachbarn“ mit der Verlegung von Stolpersteinen und der Dauerausstellung ein Herzensanliegen von Pastor Zühlke.
Da zwei vom Kirchenvorstand für das Pfarramt ausgesuchte Kandidaten leider absagten, ist eine neue Stellenanzeige im Oktober veranlasst worden. Die Gemeinde erhofft sich eine Neuwahl möglichst noch vor Weihnachten, so dass eine Nachfolge im beginnenden Frühjahr angetreten werden kann. Die Zeit der Überbrückung ist durch Herrn Pastor Zühlkes Bereitschaft mitzuhelfen, gesichert.
Der Bürgerverein Flottbek-Othmarschen sagt Dank an den „scheidenden“ Pastor für all` die Jahre guter Zusammenarbeit, wie z.B. bei der Durchführung des „Offenen Singens“ im Jenischpark durch die kirchlichen Musikkreise, Unterstützung unserer Adventskreise durch Musik oder die Mithilfe in der Arbeitsgemeinschaft Flottbeker Vereine und die Verbindung mit unserem Sozialwerk in besonderer Weise. Dieses Dankeschön gilt auch der Familie und speziell Frau Zühlke. Nur mit einer starken privaten und persönlichen Unterstützung kann ein Pastor so Vieles leisten. Der spontane Beifall „Ihrer“Gemeinde in der übervollen Kirche am 30.10. kam von Herzen.
Alles Gute für irgendwann ruhigere und private Tage für Sie, verehrtes Ehepaar Zühlke!

Manfred Walter

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.12, S.6)



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Burkhard Nehmiz 25 Jahre Kantor der Melanchthonkirche


‚Alle Jahre wieder’ erklang es um 17 Uhr am Freitag vor dem zweiten Advent in der unteren Ebene des Bahnhofes Altona und veranlasste Musikfreunde, Mitglieder unseres Bürgervereines und Kommunalpolitiker, den Klängen der Posaunenchöre des Kirchenkreises Hamburg West/Südholstein zu lauschen. Selbst eilige Reisende verharrten, um die hier gebotene vorweihnachtliche Stimmung zu genießen. Initiiert wurde dieses einstündige Konzert 1950 von Frau Kantorin Renate Böß zur Begrüßung der Gäste aus der DDR, die Verwandte besuchten. Dirigiert wird es seit nunmehr fünfundzwanzig Jahren von Herrn Burkhard Nehmiz, Kantor und Organist an unserer Melanchthonkirche.
In diesem Jahr gehört dieses Konzert zugleich in die Reihe der musikalischen Aufführungen, die Herr Nehmiz anlässlich seines 25jährigen Chorleiter- und Organistenjubiläums an der Melanchthonkirche gestaltet.
1958 in Niebüll, dem Tor zu den Nordfriesischen Inseln, geboren, studierte er an der Musikhochschule in Lübeck, wirkte zwei Jahre lang als Kantor an der St. Jürgen-Kirche in Flensburg, sang unter der Leitung von Matthias Janz im Bachchor der Flensburger Marienkirche und trat am 1. Januar 1987 die Organistenstelle an der Großflottbeker Melanchthonkirche an.
Seine Fachkompetenz, seine fröhliche und mitreißende Dirigierweise, Kontaktfreudigkeit und Begeisterungsfähigkeit ließen ihn schnell zu einem Mittelpunkt des Gemeindelebens werden. Er führte die Tradition des vor 94 Jahren an der Lutherkirche gegründeten Posaunenchores fort und entwickelte unter seinem Motto ‚befristete Projekte – vier Proben, ein Konzert – mit niederschwelligem Angebot’‚ zahlreiche Projekte: den Spatzenchor, den Familienchor für Eltern der Kinder des Spatzenchores, den Seniorenchor, den ‚Chor ohne Namen’, der bei der Begehung des Kreuzweges mit Herrn Pastor Zühlke mitwirkte. Aus ihm erwuchs der ‚Kleine Chor’, dessen fünfzig Mitglieder am 12. Februar 2012 den fünften Chorgeburtstag feiern werden. Der ‚Flötenprojektchor 2011’ und die anderen Flötengruppen sowie die 1900 Flöten der Orgel gestalten das 5. ‚Große Flötenfest mit 2000 Flöten’ am dritten Advent zum 54. Geburtstag der 1958 eingeweihten Göttinger Ott-Orgel.
Posaunenbläser und Choristen wirken in der ‚Nacht der Chöre in der Hamburger Hauptkirche St. Petri’, beim ‚Chortreffen der fusionierten Landeskirchen’ in Greifswald und dreimal im Jahr bei ‚Wort und Musik’ in der Melanchthonkirche mit. Gemeinsam mit dem ‚Orchester aus Freunden und Freundinnen der Kirchenmusik’ sangen sie bei der Aufführung von Karl Jenkins 'Requiem' im November 2011 sowie bei Mozarts ‚Requiem’.
Festgehalten wurde die Musik auch auf einer CD mit 25 adventlichen und weihnachtlichen Liedern.
Bei der von Emil Handke in Barth, der mecklenburgischen Partnergemeinde des damaligen Kirchenkreises Altona, begründeten ‚Orgelnacht’ ist Herr Nehmiz ebenfalls als Organist beteiligt. Seinem Posaunenchor begegnen wir auch bei Seniorenfeiern und Firmenjubiläen, so zum Beispiel beim hundertjährigen Jubiläum der Bahrenfelder Firma ‚Fitz hat’s’.
Fürsorglich kümmert sich Herr Nehmiz um seine Frau, die ehrenamtlich an der Max-Brauer-Schule mitarbeitet und seine drei Kinder, die Pädagogik in Münster, Medizin in Hamburg und Musik in Rostock studieren.
Sportlich fit hält Herr Nehmiz sich durch Teilnahme an Marathonläufen in New York, Berlin und Hamburg sowie mit dem Fahrrad an den ‚Hamburger Cyclassics’. In 31 Tagen wanderte er 900 km auf dem Jacobsweg durch die Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela und zum Kap Finisterre.
Durch seine musikalische Arbeit mit 250 Musikfreunden pro Woche, seine Mitarbeit am Gemeindeboten und seine Anwesenheit im Kirchenbüro an jedem Dienstag hat er stets guten Kontakt zu allen Gemeindemitgliedern.
Dankbar sind wir für die Mitwirkung seines Posaunen- und Seniorenchores beim alljährlichen ‚Offenen Singen’ unseres Bürgervereines im Jenischpark.
Die Mitglieder des Bürgervereines Flottbek-Othmarschen gratulieren Herrn Burkhard Nehmiz sehr herzlich zum Jubiläum und wünschen weiterhin gute Gesundheit und frohes Schaffen.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.1, S.5)



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Ein Lebensabschnitt endet, ein neuer beginnt!


Herr Oberstudiendirektor Hans Norbert Hoppe hat nach sechs Jahren und sechs Monaten die Leitung des Gymnasiums Christianeum abgegeben. Frau Diana Amann wird die Nachfolge zum 1.Februar antreten. Dann wird das Christianeum zum ersten Mal in seiner Geschichte von einer Frau geleitet.

Herr Hoppe hat seine Arbeit am Christianeum als bereichernde Aufgabe bezeichnet und sie - wie auch die vorherigen Tätigkeiten - mit großer Freude wahrgenommen. Über 1.100 Schüler werden derzeit von knapp 100 Lehrern unterrichtet. Das Christianeum ist damit eine der größten Schulen in Hamburg. Besonderheiten sind die Klassischen Sprachen Latein und Griechisch vor dem Hintergrund eines humanistischen Bildungsideals. Die Schule versteht ihren Auftrag darin, eine ausgewogene Balance zu halten zwischen der Tradition und den Anforderungen der modernen Welt – zwischen Aristoteles und Powerpoint.
Die musikalische Arbeit am Christianeum – Chöre und Orchestergruppen - ist weit über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannt. Sie garantiert die enge Verbundenheit, das Gemeinschaftsgefühl der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule.

Herr Hoppe wurde 1947 in Bremen geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie und Germanistik in Hamburg und Marburg. Eine Zusatzausbildung in Interkultureller Pädagogik an der Universität Hamburg ergänzte die fachwissenschaftlichen Studien. Herr Hoppe war zunächst als Fachlehrer am Gymnasium in Halstenbek und als Oberstufenleiter an der Deutschen Schule Washington tätig und dann als Schulleiter in Itzehoe und an der Deutschen Schule Rom, bevor ihn sein Weg nach Othmarschen führte. Übrigens hat Hans Norbert Hoppe während seines Hamburger Studiums im Bugenhagen-Konvikt am Kalckreuthweg gewohnt.
Herr Hoppe ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie haben ihren beruflichen Weg schon lange erfolgreich beschritten. Seine Leidenschaft gehört dem Reisen, dem Wandern, dem Lesen, auch der Fotografie.

Mit jungen Erwachsenen hat er – in Zusammenarbeit mit der Hauptkirche St.Nikolai – wiederholt Projektreisen nach Tamil Nadu, Südindien, durchgeführt – eine Auseinandersetzung mit Armut, Kastenwesen, mit dem Hinduismus, mit der Vielfalt der indischen Kultur und Geisteswelt.

Ob Herr Hoppe in der neuen Lebensphase häufiger zu all dem kommt, ist allerdings noch offen. Er wird sich nun einer Tätigkeit zuwenden, die ihn in den zurückliegenden Jahren schon immer begleitet hat, der Beratungsarbeit und Psychotherapie.
Herr Hoppe ist Mitarbeiter am Institut für Logotherapie (Dr. Böschemeyer) in Lüneburg. Außerdem hat er eine eigene Praxis für Logotherapie und Wertorientierte Persönlichkeitsbildung eröffnet. Er wird mit Erwachsenen arbeiten, aber auch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf ihrer Suche nach Perspektiven für die eigene Zukunft zwischen Anpassung und Freiheit, damit sie immer wieder neu die Erfahrung machen können, dass das Leben - frei nach Rilke – „eine Herrlichkeit“ ist.

Ein großes Ziel, zu dessen Umsetzung unser Bürgerverein alles Gute wünscht, verbunden mit dem Dank für die bisherige Zusammenarbeit mit Oberstudiendirektor Hoppe und dem Christianeum.

Manfred Walter

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.2, S.5)



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Herrn Kurt Bobardt zum 80. Geburtstag

Kurt Bobardt 80 Jahre

... übrigens: das von Kurt Bobardt in Zusammenarbeit mit Melanie Krey erstellte Modell der Groß Flottbeker Kirche wird zum Sammeln
von Spenden für den Erhalt des Kirchturms eingesetzt - Glockengeläut nach Spendeneinwurf inklusive!  –  Foto: M. Krey

Wer Kurt Bobardt nicht kennt, glaubt kaum, dass er bereits seinen 80. Geburtstag mit der Familie und Freunden feiert. Mit seinen hellen Haaren, seiner drahtigen Gestalt und den wachen Augen wird er oft Jahre jünger geschätzt.
Vital und immer fröhlich, obwohl er seine geliebte Frau nach beinahe 50 Ehejahren 2004 verlieren musste, freundlich zu jedermann und stets aktiv. So ist Herr Bobardt.
Nicht nur Ehrenmitglied und über 60 Jahre bei der Groß Flottbeker Spielvereinigung, sondern noch mitten in die Vorbereitungen zu deren 100. Bestehen eingebunden. Auch leidenschaftlicher Sammler von Postkarten, Fotoapparaten und Uhren sowie geschickter Uhren- und Puppendoktor. Kenner seiner Heimat Groß Flottbek und Helfer bei allen praktischen Fragen, vor allem bei der GSFV. Immer für Neues offen: So z. B. für die Zauberkunst. Mit seinen Tricks hat er häufig nicht nur die Familie, sondern auch seine Sportkameraden verzaubert. Kurzum, Kurt Bobardt ist ein besonderer Mensch; einer, der bei allen Erfolgen im Beruf und mit seiner Familie, bei seinen Hobbys und im Umgang mit Menschen bis heute bescheiden geblieben ist.

Im Elternhaus Flottbeker Stieg, damals Krokusweg, aufgewachsen und bis zum Abschluss in der Schule Röbbek, weiß er über seine Heimat eine Menge zu erzählen und kennt viele Menschen hier. Nach wie vor wohnt er in Groß Flottbek und fühlt sich wohl. Von 1947-50 machte Kurt eine Lehre als Bauschlosser. In seinem Wunschberuf Tischler hatte er leider keine Stelle gefunden. Trotz Gesellenbrief gab es in diesen Nachkriegsjahren keinen Arbeitsplatz nach der Lehre. So arbeitete er als Gärtnergehilfe auf dem Friedhof Stiller Weg. Später dann wieder im erlernten Beruf bei verschiedenen Firmen. Zuletzt, bis zum Eintritt in den „Ruhestand“, 25 Jahre bei DESY. Diesem Unternehmen ist er auch heute noch verbunden.
Das Familienleben war immer wichtig. Mit seinen Geschwistern ist Herr Bobardt in gutem Kontakt und auch mit seinen Söhnen und deren Familien. Den Enkeln hat er Zeit gewidmet und ihnen manchen guten Tipp mit auf den Lebensweg gegeben. Die Ehe war glücklich und, da seine Frau Puppen sammelte, befasste er sich ebenfalls damit. So ist bis heute eine Vielzahl schöner Exemplare bei ihm zu bestaunen.
1946 trat Kurt Bobardt der GSFV bei und spielte Fußball wie einige Mitschüler, Vater und Brüder. Dies wurde Leidenschaft und führte zu Mannschaftsgründung und später zu Trainerfunktion. Mit 70 Jahren wurde ein Abschiedsspiel für ihn durchgeführt, vor dessen Beginn die Mitspieler gebeten wurden, ihm „keins vor die Socken zu hauen“. Daneben gibt es kaum etwas, was er für seinen Verein nicht gemacht hat: von Platzwart bis zu diversen Handwerksarbeiten.

Unser Bürgerverein Flottbek-Othmarschen gratuliert seinem langjährigen treuen Mitglied Herrn Kurt Bobardt von Herzen zu seinem runden und hohen Geburtstag und wünscht ihm viele weitere Jahre voller Freude und Aktivität. Nicht nur, dass wir mit ihm zusammen erneut die Stadtteile Flottbek und Othmarschen interessierten Mitbürgern mit seinen Postkarten und Bildern nahe bringen können, sondern auch, weil wir hoffen, dass er seinen Wunsch, nochmals nach Australien, Neuseeland und zu den Fidschi-Inseln zu reisen, gesund verwirklichen kann.

Manfred Walter

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.3, S.5)



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125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Groß Flottbek


Am 5. Oktober 1886 wurde die Freiwillige Feuerwehr zu Groß Flottbek ins Leben gerufen. Weckruf wie auch letzte Anregung empfingen damals die verantwortlichen Männer durch ein Feuer, das kurz vorher im Hause des Hinrich Ladiges am Röbbek ausgebrochen war und die Sorge um viele mit Reet gedeckte Dächer der damals 32 Groß Flottbeker Häuser war sehr ernst. So kam es dann zu der Versammlung am 5. Oktober 1886 „behufs Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Groß-Flottbek“.

Zur Eröffnung der Versammlung der 24 Männer hatte der Baumschulenbesitzer Wilhelm Staudinger auf die Notwendigkeit des Feuerlöschwesens in Groß Flottbek besonders hingewiesen und ihre Ausübung als Ehrensache nachdrücklichst betont. Nach der Verlesung des Reglements für freiwillige Feuerwehren meldeten sich alle 24 zur Gründungsversammlung erschienenen Männer zur Aufnahme in die Freiwillige Feuerwehr zu Groß Flottbek.

Erster Wehrführer und Feuerwehr-Hauptmann war Wilhelm Staudinger vom 5. Oktober 1886 bis zum 6. November 1891. Dann übernahm sein bisheriger Stellvertreter Ludolf Möhring das Kommando bis zum 12. Februar 1927.

Von der Gemeinde Groß Flottbek hatte die Freiwillige Feuerwehr das noch sehr kleine Spritzenhaus übernommen, ferner eine Handdruckspritze mit den nötigen Saugschläuchen und Druckschläuchen. Der Steigerabteilung stand ein Steigerkarren zum Transport der Leitern für reetgedeckte Häuser zur Verfügung. Zum Anbruch des neuen Jahrhunderts wurde das neue Gerätehaus mit dem Steigerturm in der Baron-Voght-Straße gebaut, 1909 beschaffte die Gemeinde eine Handdruckspritze, dazu C-Schläuche mit den damals eingeführten Storzkupplungen, ferner Gurte, Steigeleitern, Steigeleinen und weitere Geräte.

Die 1910 gekaufte 12 Meter lange Anhängeleiter war schon ein weiterer technischer Fortschritt – und außerdem: jeder Feuerwehrmann einen Dienstrock!

Der erste Alarm unserer Wehrgeschichte war am Nachmittag des 15. März 1887. Rasch wurden die Pferde angespannt und in die Bahrenfelder Tannen gefahren. Dort stand die Besitzung R. Jenisch in Flammen. Zusammen mit der Bahrenfelder Feuerwehr wurde der Brand rasch gelöscht, so dass die Pferde wieder abgespannt werden konnten.

125 Jahre später heißt es bei der Hamburger Feuerwehr auch noch „abspannen“, wenn weitere Einsatzkräfte nicht mehr erforderlich sind.

Nach wie vor befindet sich das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Groß Flottbek in der Baron-Voght-Straße. Wilhelm Staudinger hatte recht behalten, dass der Feuerwehrdienst Ehrensache ist. Wir sind ehrenamtliche Helfer aus Überzeugung. Jeder, der durch unsere Türen tritt, um sich der gemeinsamen Sache Feuerwehr anzuschließen, verändert sein Leben! “Ehrenamt” klingt zwar verstaubt, aber ohne freiwilligen und selbstlosen Einsatz würde auch in einer modernen Gesellschaft nichts laufen. Insofern lebt auch unsere Feuerwehr von überdurchschnittlichem persönlichen Engagement, welches heutzutage nicht als Selbstverständlichkeit empfunden werden darf!

Für unsere Mitbürger sind wir 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr einsatzbereit. Wenn wir Hilfe leisten, geschieht dies gänzlich auf freiwilliger Basis, was viele BürgerInnen verkennen, wenn sie unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Selbst wenn ein von uns abgearbeiteter Einsatz einmal vom Feuerwehramt als gebührenpflichtig abgerechnet werden sollte, geht kein Cent davon in unsere persönliche Tasche!

Aktuell suchen wir noch engagierte MitbürgerInnen ab 17 Jahre mit ausgeprägtem Helfersyndrom. Unsere Dienstabende finden jeden zweiten Freitag im Monat um 19:30 statt. Interessierte können sich vorab gerne im Internet unter www.ff-gross-flottbek.de oder persönlich bei einem Dienstabend informieren.

Hendrik Böhm

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.9, S.4)


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Graffiti an einem Vattenfall-Trafohäuschen


Auf einem Eckgrundstück, das vom Müllenhoffweg und dem Rilkeweg gebildet wird, steht in einem Wäldchen ein Trafohäuschen der Firma Vattenfall, das sich mit seinem dunkelgrünen Farbanstrich ursprünglich gut in das natürliche Umfeld einfügte. Anfang des Jahres besprühte ein Sprayer das Häuschen mit Graffiti. Mitglieder unseres Bürgervereins, die in der Nähe wohnen und täglich das Trafohäuschen sehen, fühlten sich durch den häßlichen Anblick gestört. Unter Mitwirkung unseres Bürgervereins erklärte sich die Firma Vattenfall bereit, auf ihre Kosten das Gebäude von einem anerkannten Künstler mit Bildern bemalen zu lassen. Die Beteiligten hofften, dass der Sprayer die Malerarbeiten eines wirklichen Künstlers würdigen und weiteres Sprayen unterlassen würde. Das Trafohäuschen wurde im Frühjahr von dem Maler auf allen vier Wandflächen in pastellartigen Farben bemalt. Damit fügte sich das Häuschen wieder passend in den kleinen Wald ein. Alle Beteiligten anerkannten die Arbeit des Künstlers. Leider hat der Sprayer in roter Schrift auf dem Gebäude angekündigt, dass er wiederkommen werde.

Trafohäuschen

So hübsch gestaltet kann es aussehen  –  Foto: R. Wittchen

Wie kann man die Tätigkeit der Sprayer, die sich als „Künstler“ fühlen, aber nach Auffassung des weit überwiegenden Teils der Bürger profane und zerstörerische Schmierfinken sind, verhindern? Strafverfahren helfen nicht, wie die vielen gerichtlichen Verurteilungen des Sprayers „Oz“ zeigen. Es gibt wohl nur die Möglichkeit, dass die Bürger mit großer Geduld, wenn auch mit viel Arbeit und hohen Kosten, immer wieder die Schmierereien beseitigen und – an passenden Stellen – die Wandflächen mit guten Malerarbeiten gestalten. Vielleicht gibt es doch noch Sprayer, die Respekt vor den künstlerischen Werken guter Maler haben.

Ralph Wittchen

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.9, S.10)


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Planungswerkstatt Lichtsignalanlagen


Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer lud Hamburger Bürger in der Zeitung zur Diskussion über Verkehrsprobleme auf Hamburger Verkehrsknoten ein. Auf Grund meiner Meldung mit einem detaillierten Vorschlag für die Gestaltung der Ampelphasen beim Fußgängerüberweg am Othmarscher Bahnhof erhielt ich eine Einladung zur Diskussion am Sonnabend, dem 17. September 2011, in der Schule Altonaer Straße. Von den Interessenten wurden rund hundert Teilnehmer, von den 800 Vorschlägen sechs Beispiele ausgewählt.
Das Eingangsreferat der ausgezeichnet organisierten Veranstaltung hielt Herr Prof. Dr. Ing. Werner Brilon, Lehrstuhl für Verkehrswesen – Planung und Management an der Ruhruniversität Bochum zum Thema ‚Ampeln – Freud oder Feind der Verkehrsteilnehmer’. Er gab zunächst eine Einführung in Grundbegriffe. So lernten wir, dass die umgangssprachliche Ampel aus der Sicht des Verkehrsingenieurs eine Lichtzeichenanlage, in der Sprache der Straßenverkehrsordnung ein Wechsellichtzeichen ist. Erläutert wurden Begriffe wie akustischer Signalgeber für Blinde, Anforderungsdetektoren, Priorisierung von Linienbussen, Konfliktflächen, Phasentausch, Räumgeschwindigkeit, Signalisierung simultaner Furten, taktile Signalgeber, feindliche sowie bedingt verträgliche Verkehrsströme. Auf Grund seiner Auslandserfahrung wies der Referent auf die Nichtübertragbarkeit von Lösungen hin. So gilt in den USA ‚right turn by red’, da es dort kaum Fußgänger/Fußgängerinnen und Radfahrer/Radfahrerinnen gibt.
Herr Verkehrsingenieur Roland Koch berichtete unter dem Thema ‚Lichtsignalsteuerung, wie sie in Hamburg angewendet wird’ über die Entwicklung und Gestaltung der Verkehrssteuerung in Hamburg. Bereits 1922 wurde die erste Verkehrszeichenanlage auf dem Stephansplatz installiert, seit 1930 gibt es Lichtzeichen. Innovationen waren 2005 die Restzeitanlage am Gänsemarkt und ‚Hans’, die Hamburger adaptive Netzsteuerung.
Der ZEIT-Journalist Herr Henning Sußebach untersuchte unter dem Thema ‚Jede Ampelschaltung ist eine kleine Demokratie’ sachkundig und launig die Fachsprache der Verkehrsplaner sowie die Wünsche der Verkehrsteilnehmer. Sein Fazit war: „Die Ampel kann es nicht jedem gleichzeitig recht machen“.
Unter Leitung von Herrn Rüdiger Schmidt diskutierte meine Arbeitsgruppe, der ein Vertreter des HVV, eine Fahrlehrerin, eine Fahrradbeauftragte, eine Verkehrswegeplanerin, Bezirksabgeordnete und Verkehrsteilnehmer angehörten, Verbesserungsmöglichkeiten für die Harburger Umgehungsstraße und stellte sie abschließend im Plenum vor.
In der Abschlussdiskussion stellte Herr Roland Hansen, Leiter des Fachbereiches ‚Planung und Entwurf Stadtstraßen’, unter anderem die Möglichkeiten und Bedingungen für die Anlage eines Kreisverkehres vor.
Herr Hans-Jochen Hinz, Geschäftsführer des Landesbetriebes Straßen, Brücken und Gewässer, fasste die Anregungen zusammen:
– Lichtzeichenanlagen mit Taster sollen umgebaut und dem Autoverkehr angepasst werden,
– das Umsteigen zwischen Buslinien soll nicht durch rot zeigende Fußgängerampeln behindert werden,
– grundlegende Änderung einer Schaltung von Lichtzeichenanlagen erfordert eventuell auch Umbaumaßnahmen.
Im Schlusswort dankte Herr Andreas Rieckhoff, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, den Teilnehmern und lobte ihre sachkundige Beteiligung. Sein Fazit: „Wir sind bemüht, Ihre Anregungen umzusetzen“.
Nach meinen Beobachtungen wurde mein Vorschlag, die Umlaufzeiten der Lichtzeichenanlage mit Taster am Othmarscher Bahnhof zu optimieren, bereits umgesetzt.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.11, S.11-12)


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Unser Besuch bei den Wikingern


Die mittelalterliche Wikinger-Metropole Haithabu war Ziel unserer Ausfahrt am 18. Mai 2011.
Bereits während der Anreise erhielten die Teilnehmer umfangreiches Informationsmaterial mit Karten und Texten. So konnte sich jeder im Vorwege über die Lage und den Inhalt der einzelnen Räume des 2006 neugestalteten Museums informieren, das wie eine Gruppe kieloben gelagerter Boote gestaltet ist. Das ausgeteilte Kartenmaterial zeigte die verkehrsgeographische Bedeutung der Siedlung Haithabu zwischen Ostsee und Nordsee.

Der Bürgerverein bei den Wikingerhäusern

Der Bürgerverein bei den Wikingerhäusern  –  Foto: H. Kasparek

Die 40 km lange Schlei und der 60 km lange Flussweg Treene – Eider reduzierten den für damalige Zeiten beschwerlichen Landweg auf 18 km, der mit Ochsenwagen überwunden wurde. Nicht zuletzt zu seinem Schutz wurde das etwa 30 km lange Danewerk ausgebaut. Eine weitere Karte zeigte die Erschließung des Hinterlandes an der Füsinger Au als Versorgungs- und Gewerbegebiet sowie die Lage zum jütländischen Ochsenweg und zum limes saxoniae.
Im ersten Raum des Museums wurden auf einem Kartentisch durch wechselnde Beleuchtung in chronologischer Reihenfolge die einzelnen Entwicklungsstufen der Handelsmetropole von der ersten Siedlung auf dem Südhügel um 750 bis zur Zerstörung durch die Slawen 1066, ihre funktionale Gliederung nach Wohn-, Gewerbe- und Hafengebiet sowie die Lage der Gräberfelder dargestellt.
Im zweiten Raum konnten wir den Alltag in Haithabu mit einer Vielzahl von Exponaten nachvollziehen. In den einzelnen Vitrinen sahen wir aus Ahornholz geschnitzte Löffel, Tassen und Schalen, aus Eisen und Blei/Zinn-Legierungen hergestellte Angelhaken, Schnallen, Nadeln, Waffen sowie Pferdegeschirre. Aus Rothirschgeweihen wurden Kämme gearbeitet. Ein Kurzfilm vermittelte die Herstellung von Goldschmuck mittels vorgegebener Formen. Aus Holz geschnitzte Hirsche und Vogelfiguren aus Bernstein zeigten das Kunstverständnis, Funde aus Skandinavien belegten die Entwicklung der Kunst von Tierformen zu den fränkisch beeinflussten Pflanzenornamenten.
Eine dreisaitige Fidel aus dem Wurzelholz der Erle und eine Flöte aus dem Röhrenknochen eines Vogels sowie das Brettspiel ‚hnefatafl’ wiesen auf die Freizeitgestaltung hin. Eine breite Wandfläche zeigte eine Vielzahl von Glasperlen, die auch für den Export gefertigt wurden.
In dem dritten Raum kündeten Runensteine von Wikinger-Taten. Eine gesondert herausgestellte Münze mit dem Aufdruck ‚Haithabu’ zeigte die Bedeutung der Stadt als Münzstätte im 11. Jahrhundert. Gezeigt wurde der Wandel von den heidnischen Göttern Odin, Thor und Freyr zum Christentum, das durch Ansgar eingeführt wurde, so dass Haithabu sogar Bischofsstadt wurde. Noch heute ist eine im Hafen gefundene Bronzeglocke aus dem 10. Jahrhundert erhalten. Beeindruckendstes Zeugnis der Begräbniskultur war das nachgestaltete Bootkammergrab mit einem 20 m langen Boot zur Fahrt in die Totenwelt, mit drei Pferden, einem Mundschenk mit Weinbottich und einem Marschall mit Steigbügel.
Karten, moderne Bilder, Handelswaren und Münzen, wie zum Beispiel islamische Silbermünzen, verdeutlichten die Handelsbeziehungen der Wikinger in der damals bekannten Welt, die von Grönland bis nach Nowgorod und Bagdad reichten. Römische Ziegel, basaltene Mühlsteine aus der Eifel, flüssiges Quecksilber aus Mittelasien, Kiewer Rotschiefer zur Fassadengestaltung von Fürstenhäusern, Honig und Pelze waren wichtige Handelsgüter. Ein Kurzfilm zeigte die Untersuchung und den Verkauf eines Sklaven. Ein abgetrenntes Kabinett unterrichtet über die Herstellung von Falschgeld.
Ein Kriegsschiff mit 120 Ruderern und ein Handelsschiff mit großem Rahsegel bestimmten das Bild des fünften Raumes. Eine 2,5 m hohe Transporttonne stellte den Vorläufer des Containers dar. Ballaststeine, Schiffsreste und versunkene Güter fanden sich im Bereich der Landebrücke.
Nachdem wir uns mit in einer Tonschüssel serviertem Wikinger Kesselfleisch gestärkt hatten, sahen wir einen Film über die Geschichte der Wikinger, der unsere Beobachtungen vielseitig ergänzte.
Danach bestiegen wir den 10 m hohen und 1,3 km langen Wall, der Haithabu seit 960 schützte und gewannen einen Überblick über das 26 ha messende Siedlungsgelände.
Nach kurzer Wanderung ereichten wir die nach Funden nachgebauten sieben Wikingerhäuser. Sie werden durch Handwerker und Schüler belebt, die Wände flechten, Pfeile schnitzen, Gerstenbrot backen oder mit Pfeil und Bogen auf ein Wildschwein schießen.
Einige Teilnehmer erholten sich abschließend bei Kaffee und Kuchen in Odins Historischem Gasthaus.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.7, S.11-12)


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Ausfahrt mit MAGNET 52 zur Landesgartenschau im Juni 2011


Die Landesgartenschau in Norderstedt ist Ziel der Ausfahrt des Bürgervereines am 22. Juni 2011. Trotz mehrerer Abmeldungen der zuvor angemeldeten Mitglieder finden sich morgens am Bahnhof Othmarschen noch so viele unangemeldete Teilnehmer ein, dass wir den preiswerteren Gruppenpreis in Anspruch nehmen können.
Schnell geht es mit S1 und U1 sowie dem Bus 393 zum Ausstellungsgelände. Vom Roten Kreuz am Eingang bereitgestellte Rollatoren ermöglichen es, dass alle Mitglieder an unserem Rundgang teilnehmen können.

Die Teilnehmer unserer Ausfahrt

Die Teilnehmer unserer Ausfahrt  –  Foto: H. Brandes

An einer großen Tafel am Eingang verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über das 72 ha große Gelände, das für 20 Mio. € auf einer Industriebrache, einer Müllhalde und dem Stadtparkgelände gestaltet wurde. Drei Autoklaven, Dampfdruckkessel zur Herstellung von Kalksandsteinen, und das Verwaltungsgebäude, das zur Zeit eine Hundertwasser-Ausstellung beherbergt, weisen auf die bisherige Nutzung hin.
Als erstes begrüßen uns die drei Premiumgärten. Im ‚Bohus Archipel’ erfahren wir, auf granitenen Trittsteinen die Wasserfläche durchschreitend, den Zauber einer schwedischen Schärenlandschaft. Unterschiedlich hoch geschnittene Eibenhecken auf kreisförmigem Grundriss erwecken den Eindruck von ‚Blütenschalen’. Farblich kontrastierende Staudenbänder, im Wind wogende Gräser, eine mit Kiefern besetzte Strandfläche stellen einen ‚Dialog von Gartenräumen’ dar.
Vor uns liegt dann der 25 ha große ‚Seepark’, der bis auf 10 m Tiefe für das bisherige Kalksteinwerk ausgebaggert wurde. Er dient heute vorwiegend der Erholung. So sehen wir im Norden eine Badeanstalt mit 4000 m² Sandstrand und einem Bootsverleih, im Süden einen Kinderspielplatz. Der umgebende 2,3 km lange Uferweg lädt zum Spaziergang ein. Ihm folgt auch der ‚Elfen-Express’, der das Gelände auf einem 4,5 km langen Rundkurs abfährt. Ein Mitglied, das eine Stunde zu früh gekommen war, hat diese Art des Ausstellungsbesuches gewählt und von der Bahn aus unsere Wanderung beobachtet.

Der 'Elfen-Express'

"Der 'Elfen-Express'"  –  Foto: E. Oetling

Stufen am Westufer laden zum Verweilen ein, farbige Lampen in den Leuchtenstelen am Wegesrand ermöglichen abends das ‚Parkfunkeln’, Rastertunnel gestatten den Amphibien, den Promenadenweg unterirdisch zu queren.
Wir treten in den ‚Waldpark’ ein. Nördlich davon erspähen wir eine Heidelandschaft, die an den Namen des Ortes Harksheide erinnert, der mit Garstedt, Glashütte und Friedrichsgarbe 1970 zur Stadt Norderstedt zusammenwuchs. In den Park mit seinen 2000 Bäumen sind farbenreiche Staudenlichtungen eingebettet, die Namen tragen wie ‚Feengeflüster’, ‚Elfentanz’ und ‚Trollengaukelei'.
Das vielseitigste Angebot bietet der ‚Feldpark’, der dritte Teil der Ausstellung.
Im ‚Garten der Erinnerung’ werden die Grabkulturen der fünf Weltreligionen dargestellt. Hochaufgetürmte Stupas, die durch ihre Bauweise jeweils an die fünf Elemente Raum, Wind, Feuer, Wasser, Erde erinnern, bilden eine buddhistische Grabanlage. Ein Scheiterhaufen charakterisiert den hinduistischen Verbrennungsmodus. Gewellte Hügel weisen mit ihrer Achse nach Mekka, dem Hauptort des Islam. Rillen auf den jüdischen Grabsteinen weisen nach Jerusalem. Die Holzkonstruktion des ‚Bustan’ stellt eine jüdische Laubhütte dar. Als wir uns in ihm auf den Sitzmöglichkeiten niederlassen, bricht die Sonne durch und zeichnet auf dem Boden als Schatten den Davidstern. Eine Dame informiert uns über das Laubhüttenfest und lädt uns zu weiteren Gesprächen über jüdische Bräuche ein. Biblische Pflanzen wie Weinstöcke, Oliven- und Dattelbäume sowie mehrere Grabsteine in moderner Form kennzeichnen den christlichen Bereich.
Ausführlich widmen wir uns den vierzehn Themengärten, in denen Filmszenen mit Pflanzenarrangements dargestellt werden. So ‚Die Reise zum Mittelpunkt der Erde’ und ‚In achtzig Tagen um die Welt’. Originell ist Rick’s Café mit Flügel und Pianisten in ‚Casablanca’; jeder möchte gerne einmal in der Hollywoodschaukel des nachgestalten Kinoraumes sitzen. Nach dem Arzneigarten im ‚Kessel der Kräuterhexe’, den Anlagen der Kleingärtner und dem Schülergarten mit selbstgebastelten Lehmfiguren erholen wir uns im Selbstbedienungsrestaurant ‚Feldpark’ bei einem schmackhaften Mittagessen.
Lebhaftes Interesse finden die Tiere des Bauernhofes, die Ausstellung der Imker sowie die farbenprächtigen Hühnerfiguren, die von den Landfrauen aus vielerlei Material gebastelt wurden. Einige Mitglieder beschließen, zu deren Versteigerung am 8. Oktober wieder nach Norderstedt zu fahren.
Sehenswerte artistische Vorführungen der Zirkusgruppe einer Norderstedter Grundschule auf der Gartenschau-Bühne bilden den Abschluss unserer Ausfahrt.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.8, S.10-11)


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Ausfahrt mit MAGNET 52 nach Stocksee im Juli 2011


Am Sonnabend, dem 16. Juli 2011, fahren wir bei sonnigem Wetter im Rahmen des 26. Schleswig-Holstein Musik Festivals zum ‚Musikfest auf dem Lande’ nach Gut Stockseehof.
Auf der Hinfahrt gibt es Informationen über das Gut Stockseehof sowie über die Komponisten unseres Konzertes. Unser besonderes Interesse gilt dem Komponisten des ersten Werkes, dessen Trio Phantasie g-moll von dem 1999 gegründeten und international anerkannten Hyperion-Trio gespielt wird. Sie stammt von dem Grazer Musiker Joseph Marx (1882 bis 1964), der als einer der bedeutendsten österreichischen Komponisten, Pianisten, Musikpädagogen und Musikkritiker des 20. Jahrhunderts gilt. Er schuf sieben Orchesterwerke, sechs Chorwerke, 150 Lieder und mehrere preisgekrönte theoretische Schriften über Harmonielehre, Kontrapunktlehre und die ‚Weltsprache Musik’.

Unsere erwartungsvollen Konzertbesucher

Unsere erwartungsvollen Konzertbesucher  –  Foto: H. Brandes

Bereits als Gymnasiast arrangierte er Werke von Joseph Haydn und Franz Schubert für Trio und Quartett und trug diese mit Freunden vor. Er studierte Jura in Graz, promovierte in Philosophie, wechselte dann aber zur Musik. Als Professor an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst unterrichtete er über 1300 Studenten aus allen Nationen. Er war befreundet mit Giacomo Puccini, Maurice Ravel, Richard Strauß, Zoltán Kodály, Ottorino Respighi und Erich Wolfgang Korngold.
Wegen seiner internationalen Wertschätzung wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg zum UNESCO-Botschafter Österreichs für Musik ernannt. 1950 galt er als möglicher Kandidat für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten.
Als entschiedener Vertreter der tonalen Musik wurde er jedoch nach seinem Tode mit dem Aufkommen der atonalen Musik nicht mehr geachtet und geriet in Vergessenheit. Der ihm zu Ehren 1947 gestiftete ‚Joseph-Marx-Musikpreis’, deren Träger unter anderem Alfred Brendel und Nikolaus Harnoncourt sind, wurde 1989 in ‚Musikpreis der Steiermark’ umbenannt.
Umso verdienstvoller ist es meines Erachtens, dass er auf diesem Konzert wieder berücksichtigt wird. Seine spezielle Bedeutung für die türkische Musik besteht darin, dass er wegen seines exzellenten Rufes in der damaligen Musikwelt von 1930 bis 1931 durch den Istanbuler Oberbürgermeister Muhüttin Üstündağ mit der Reorganisation des Istanbuler Konservatoriums betraut wurde. Er verfasste viele Gutachten und arbeitete später in leitender Funktion in der Türkei. Wegen seiner Erfolge wurde er von 1932 bis 1934 von dem türkischen Präsidenten Mustafa Kemal Atatürk beauftragt, ein Konservatorium in Ankara aufzubauen, ein türkisches Musikschulsystem zu gestalten sowie die ureigene türkische Musikkultur und die türkische Volksmusik zu erforschen, eine Arbeit, die von Paul Hindemith und Bela Bartok fortgesetzt wurde.

Mit einer launigen Ansprache berichtet der 1938 geborene isländische Komponist Atli Heimir Sveinsson über sein mit Mozart-Variationen gestaltetes Werk ‚Alla Turca Rap’. Im zweiten Teil spielt das Berliner Counterpoint Sextett die Sonatine für Klavier op.15 des türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun (1907 bis 1991). Unter dem Thema ‚Müzikparti’ haben wir allerdings mehr türkische Musik erwartet.
Dafür wird die Bedeutung des Partnerlandes Türkei bei unserem Konzert durch die Anwesenheit des Festival-Intendanten, Herrn Professor Rolf Beck, unterstrichen, der auch schon in der Hagia Irene in Istanbul Konzerte dirigiert hat.

In der einstündigen Pause und nach dem Konzert können wir uns in der guten Gastronomie stärken, in der sogar ein türkisches Vorgericht, ‚Sultanbeğendi’ angeboten wird.
In der Verkaufsmeile sind Himbeeren und Honigwurst begehrte Artikel. Die schmackhaften Stocksee-Kirschen bringen wir für eines unserer Mitglieder, das an der Ausfahrt leider nicht teilnehmen kann, sogar mit nach Hamburg.
Die Musikpädagoginnen Claudia Hammerer und Jule Dörfel beschließen das Konzert mit einer musikalischen ‚Dschungel Nacht’, die sie mit den Kindern der Konzertbesucher erarbeitet haben und deren Refrain ‚Der Löwe schläft’ wir alle mitsingen dürfen.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.9, S.11)


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Hundert Jahre Flughafen Hamburg (Flughafenbesuch mit MAGNET 52 am 19.August 2011)


Über uns wölbt sich ein Sternenhimmel, kleine blaue Lampen markieren die Rollwege, weiße Lampen die Rand- sowie die Mittelbeleuchtung der Start- und Landebahnen. Von unsichtbarer Hand gesteuert, bewegen sich kleine Flugzeuge über das Rollfeld, starten auf schräger Bahn in die Höhe, landen oder kreisen übereinander in der Warteschleife. In ihr werden die ankommenden Maschinen ab 900 m Höhe in jeweils 300 m Abstand im Raum Ahrensburg – Glückstadt – Stade ‚gestapelt’, bis sie die Erlaubnis zur Landung erhalten. Im Gefahrenfalle wird kurz zur Landung angesetzt und gleich wieder durchgestartet. Gebannt blicken wir am 19. August 2011 auf die Flughafenmodellschau im Maßstab 1:500, in der 8.000 Leuchtdioden den Betrieb des Hamburger Flughafens simulieren.

Lageplan des Flughafens

Herr Stefan Wörmke vom Besucherdienst gibt uns zunächst einen Überblick über die Historie des hundertjährigen Flughafens. Denn am 10. Januar 1911 wurde die ‚Hamburger Luftschiffhallen GmbH’ gegründet, nachdem man bereits 1910 auf einem 45 ha großen Rasenplatz in Fuhlsbüttel einen Start- und Landeplatz für die Luftschiffe des Grafen Zeppelin geschaffen hatte. Die komfortablen Zeppeline, gefahren durch einen Kapitän zur See, erreichten in vier Tagen New York. Sie enthielten viel Komfort – wie ein Restaurant, eine Lobby und Schlafabteile. Die dafür errichtete 165 m lange Luftschiffhalle brannte jedoch bereits 1916 wieder ab. Auf Grund der Ereignisse des Ersten Weltkrieges und der Bestimmungen des Versailler Vertrages kam es erst 1948 zum Bau einer festen Startbahn aus Beton, die zunächst dem Betrieb der Berliner Luftbrücke diente.
Mit 13 Mio. Flugpassagieren und 157.000 Flugbewegungen pro Jahr steht heute der Hamburger Flughafen an fünfter Stelle in Deutschland und bildet das Luftkreuz des Nordens. Der Flugbetrieb läuft von 6 Uhr bis 23 Uhr. Über eine 800 m lange Pier können die Fluggäste die 17 Fluggastbrücken erreichen.
Aufleuchtende rote Lampen machen uns mit dem Flughafengelände und seinen Bauten bekannt. Im Südosten befinden sich umfangreiche Parkplätze für die Besucher des Flughafens, direkt in das Flughafengebäude führen seit 2010 die Rolltreppen vom S-Bahnsteig, den wir von Othmarschen aus direkt erreichen können. Von Südwesten nach Nordosten folgen die Lärmschutzhalle, die Anlagen der Lufthansa Technik, der Hubschrauberbereich, das Geschäftsfliegerzentrum, die Luftfrachthalle, der Terminal 2, das Einkaufszentrum Airport Plaza, der modernere Terminal 1 mit Nutzung von Regenwasser und Erdwärme sowie einer Aussichtsterrasse mit Café und zuletzt die Flughafenmodellschau. Daneben liegt der Terminal ‚Tango’, ehemals die Heimat der Charterflugzeuge, jetzt ein Veranstaltungszentrum, das bis zu 5.000 Personen empfangen kann.
Im Flughafenbus fahren wir dann zum Betriebsgebäude der Flughafenfeuerwehr. Hier beeindruckt uns das 43 t schwere Löschfahrzeug der Firma Ziegler. Mit 1000 PS erreicht es eine Geschwindigkeit bis zu 140 km/h; es kann in 25 sec von 0 auf 80 km/h und in weiteren 25 sec von 80 auf 130 km/h beschleunigt werden, so dass es in höchstens drei Minuten jeden Punkt des Flughafens erreichen kann. Es verfügt über einen Tank mit 12.000 l Wasser, einen 20 m hohen Teleskoparm, mit dessen Hilfe das Löschwasser bis zu 100 m weit geworfen werden kann. Uns wird demonstriert, wie das Fahrzeug mit 80 km/h sicher einen engen Kurvenradius bewältigt. Mit Hilfe von Monitoren und Joysticks ist es leicht lenkbar und in seinen vielfältigen Funktionen einsetzbar. Der Feuerwehrmann Herr Andreas Troy informiert uns über Ausbildung und Arbeit seiner Kollegen. Für die 16stündige Bereitschaftszeit nach 8 Stunden Dienst stehen Aufenthaltsräume und sogar ein Billardtisch zur Verfügung.
Bei der folgenden Rundfahrt über das Vorfeld können wir unterschiedliche Flugzeugtypen kennenlernen sowie das Starten und Landen auf den sich im rechten Winkel kreuzenden 3250 m beziehungsweise 3666 m langen Landebahnen beobachten.
Abschließend diskutieren wir im Café mit Blick auf das Flugfeld unsere zahlreichen neuen Eindrücke.
Wegen des großen Interesses soll die Veranstaltung am 16. November 2011 um 14 Uhr wiederholt werden.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.10, S.10-11)


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Utfohrt na Veerlannen (Plattdüütsch-Kring, 16. August 2011)


Rieckhuus Curslack

Rieckhuus Curslack –  Foto: Imme Ferger

Dat Autofohrn is hüüttodaag
oftins jo de heele Plaag !
De een’n steiht in’n Stau,
de anner hebbt een Pann.
Uns fehlt ’ne Sitzbank
un wi wüllt na Veerlannen !
Gau trüch na de Werkstee,
den Wagen ümtüscht
un denn standepé
na Curslack dalrüüscht.
Klock teihn weer afmaakt,
un – o Wunner,
een veddel Stünn later, akraat,
geiht dat de Stegel to’n Rieckhuus runner.

Dat Rieckhuus, dat köönt ji hörn un sehn,
is egentlich Christel Eggers ehr Domän’ !
Ut Krankenhuus hett se Ernst Kordt engageert,
wiel dat he so goot un humorvull Plattdüütsch parleert,
darto ehr Swegerdochter – scheun, dat se sick truut,
in’t Rieckhuus kinnt se sick beid’ goot ut !

Vun den Diek ut kiekst op een Barg vun Dack !
Du fragst di, wat dat woll allens bargen mag ?
De Gevel is een Meisterstück vun’ Timmermann,
de Zierrat in dat Muerwark steiht dar nich achterran.
Un kummst du över de Brüch, övern Graben,
denn freist di an den Krühoff vun dar boben.

Christel Eggers

Fru Christel Eggers in Veerlanner Dracht  –  Foto: Imme Ferger

In de alleriersten Johrn
hebbt de Buursfroon in ehr’n lütt Goarn
Gemüs, Kantüffeln un Kruut –
so as Petersill, Schnittlauch un Dill, – anbuut.
Dorum is ‚Krühoff’ jo ok sien Namen.
Blomen sind veel later erst dartokamen.
De greunen Bischbusch rundüm
hebbt ehrn Sinn,
sind nich blots scheun antokieken,
se helpt de Planten, sik kuschelig intorieken.

De Stockrosen lüchen in pink un rosa Klör
un wiest uns den Weg na de Rieckhuusdöör.
Dat heet, ierstmal sühst du dor binnen kuum wat,
du dinkst, dor is all’ns pickendüster swatt.
Klaar, Jahrhunnerte lang trock de Rook
vun de Füerstee na baben, dat’s ne dolle Sook !
Balken, Sparren un dat Dack würrn konserveert,
as weern se teert.
De Huusbock harr keen Chance to’n Spökern,
Schinken un Wust avers kunnst allerbest rökern.
Un würklich, Mettwüss, lang un kott un dick un small
hangt appetitlich vun boben op dat Flett hendol.
‚Sünd de echt ?’ will een Gast weten,
‚De sünd echt. De kannst eten,’
antert Ernst Kordt in’ Draff.
‚Ik snied jo glicks een Schief mit de Bandsoog af’.
Achteran ward de Snack noch sett :
‚Dat ji mi nich in de Fettnäpfchen pett !’

Op düsse Stee ward fröher nich blots kookt. Faken
hebbt se vör dissen Herd, he heet ‚dat Ding’,
Verdrääg afslaten, –
per Hann’slag ‚Goot ! Slag in !’
För Magd un Knecht
weer dat de Art un Recht,
sik to ‚verdingen’.
Anner Lüüd kunn’n een Leed darvun singen,
dat een Verdrag nich överdüert,
denn ward se füert !
Veel Sprichwöör ut de ländliche Levensart
ward in düt ool Hufnerhuus lebennig bewohrt.

Dieksiet, an dat Flett anbuut,
liggt de groot Döns, de goode Stuv.
Rundüm fliest, köönt de witt-blauen Fliesen
di dat Evangelium in Billern wiesen.
Blu-witt kachelt is de scheune Hamburger Oven,
mit een Braatröhr för’n Koffipott, boben.
Inbött ward düsse ‚Bilegger’, dat is viegeling,
vun buten – dörch dat dore ‚Ding’.

En paar vun uns Lüüd hebbt ehrn Spaß
op de Heuhnerbank.
Se wunnerwark sick blots,
dat se mit de Feut nich an’n Boden langt.
Dor binnen weern nämlich to Wintertiet,
bit de Küken weern so wiet,
de Kluckhennen verwohrt.
För de Lütten ward mit godes Foder nich sport :
Grööntüüg, Körner un sogar Stint !
Keen Wunner, dat se as Veerlanner Stubenkücken de Renner sind.

Kostbar un heel swöör
steiht de Hochtietstruhe blangen de Döör.
Wat binnen to sehn is, is een Pracht :
Dor verwohrt se ehr scheune Veerlanner Tracht.
Fehlt dor bi de Männerjopp’
nich een sülvern Knopp ?
Den hebbt se em woll mal ‚afknööpt’ dannemolen,
as he klamm weer bi’t Betahlen !

Weer de Oorn nich gar to slecht,
hebbt se de sülvern Dalers hier op de hoge Kant afleggt.
Dat de Deckel rund is, hett sien’n Sinn :
Op den Kopp stött, kunn’n de Mannslüüd ehr bewegen
as Boot oder Sleden,
un retten, wat besünners düer
bi Waterfloot oder Füer.

Heel lütt is de Ruum för de Minschen west !
Peer un Knecht, Oorn un Wagens hört de heele ‚Deelen-Rest’.
Hüüt gifft dat keen Peer mehr op de Deel,
ok keen Sack mit Korn or Mehl,
Warktüüch aber, heel interessant,
to’n Ackern oder Planten op dat Land.
Wat weet Herr Kordt uns al to wiesen
un de Erfinnergeist to priesen.
Denn de Minschen hebbt sik nich blots afmaracht,
hebbt jümmers ok heel praktisch dacht :

Mit Jück un Börrnkarrn
kunn dat Hieven lichter warrn.
Sühst woll,
Herr Behnke un Herr Otto künnt dat al !

In’ Rieckhuus Goarn, dat is de rechte Ort,
dankt wi Fru Christa Eggers un Herrn Kordt.
Ehr Verkloarn is een Beleevnis west !
Wi wünscht jem un den Rieckhoff een Tokunft allerbest.

In’ ‚Krauler Kroog’ deist du good eeten !’,
seggt de Veerlänner
de mutt dat weeten,
denn dor kookt de Wirt sülvens, Herr Klenner !

St. Nicolai in Oolgamm
steiht an Nameddag bi uns baben an.
Kiek, dor steiht bi’t Pastorat
Herr Struß vun’ Heimatvereen ‚Latücht’ för uns al praat.
Wat uns besünners freit,
he ok Veerlanner Plattdüütsch snacken deit.
Keeneen weet mit de Kark as he Bescheed,
mit ehr Geschicht, Buuwies un ehr Lüüd.
Ierstmal verklort he uns vun buten dat Gebüüd :
de scheunen fasten Feldsteenmuern,
de mehr as söbenhunnert Johr al överduern.
De twee Bruut-Hüüs süht heel anners ut,
weern later mit Muern un Fachwerk buut.
De hölten Glockentorn steiht blangenbi
un wiest mit güllen Tallen di,
wat de Klock hett slahn.
Baben lücht dat Krüz över Wappen un Hahn.

Vun buuten hebbt wi dat 13. Johrhunnert,
vun binnen de Barocktiet bewunnert.
De holten Säulen vun’ Altar sünd marmoreert,
de Karkenbänk veel kunstvoller noch dekoreert.
De Intarsien sünd een Wunnerwark
vun Handwerkskunst in düsse Kark.
Ick kunn mi kuum sattsehen an Vagels, Blomen un Gerank
in Intarsien op jeedeen Karkenbank.

Intarsien St. Nicolai Oolgamm

Intarsien St. Nicolai Oolgamm  –  Foto: Elke Brandes

Nich to översehn sünd de smeedisern Hootstänner,
ok een besünner Kunst vun de Veerlänner.
Wappen un Rosen, Harten und Deerten sühst du sik tummeln,
egentlich veel to schaad, den Zylinder doran optobummeln !

Hootstänner St. Nicolai Oolgamm

Hootstänner St. Nicolai Oolgamm  –  Foto: (Postkarte)

De bronzene Dööp, mit Baldachin, scheun middig steiht,
an de Orgel an Festdaag de Zimbelstierns sik dreiht.
Wi sünd heel baff över all düt Wunnerwark
in den Hilligen Sankt Nicolaus sien Kark.

Nu süht wi vun Elvdiek Fru Harden all winken
‚Kummt Lüüd ! Is Tiet för Plummenkoken un Koffidrinken !’

Wi freit uns, dat Herr Struß un sien Fru mitköömt,
un so ward denn wieder Plattdüütsch klöönt.
Un wi – wi könnt jüm ok wat wiesen :
den ‚Veerlanner Tango’.
Toierst ganz liesen,
un denn sweevt op eenen Mol
de Melodie mit Swung un Smackes dörch den Saal.

Wi hebbt veel beleevt an düssen enen Dag !
Wi dankt Herrn Struß, Herrn Kordt, Fru Eggers, Herrn Klenner un Fru Harden,
un dat schall nich vergeeten warrn,
ok uns beiden Fahrers.
Se all hebbt mit Hart un Hannen
so wunnerbor trechtmaakt
uns Utfohrt na Veerlannen.

Elke Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.10, S.4-5)


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Ausfahrt mit MAGNET 52 nach Papenburg (am 22. September 2011)


Bei strahlendem Sonnenschein starten wir am Donnerstag, dem 22. September 2011, um 7.30 Uhr zur Ausfahrt nach Papenburg. Trotz der frühen Stunde sind alle Teilnehmer rechtzeitig erschienen, so dass wir den ‚Zeitspeicher’ auf dem 1992 gestalteten ‚Forum der Alten Werft’ termingerecht erreichen. Ein Stadtplan der inneren Stadt und der Häfen von Papenburg sowie ein kurzer Abriss der seit 1458 urkundlich nachgewiesenen Entwicklung der Stadt informieren uns im Vorwege.
Zunächst fahren wir zur Seeschleuse. Hier begrüßen uns die beiden bis zu 70 m hohen Hallen und die Aufschrift ‚Jos. L. Meyer Papenburg’.

Modell der Meyer Werft

Frau Hubelitz erklärt das Modell der Meyer Werft  –  Foto: H. Brandes

Wir überschreiten den Steg der kleineren Schleuse, die für die im Hafen liegenden Yachten gedacht ist. Von der nächsten Brücke sehen wir die Ems mit ihren Flussschleifen und den Industriehafen vor dem Großen Hallentor, aus dem die Schiffe rückwärts herausgezogen werden. Das zweiteilige Sperrwerk unter der Brücke der Dockschleuse kann stromaufwärts und stromabwärts wie ein Gebetbuch aufgeklappt werden, so dass die Neubauten mit Gottes Segen das Werftgelände verlassen. Am Ufer erkennen wir das Wirken der Gezeiten.
Bei der sich anschließenden Stadtrundfahrt bestaunen wir die vielen Grünanlagen und die von Holz- sowie Eisenbrücken überspannten, gepflegten Kanäle, die seit 1629 dem Torftransport der Fehnkolonie dienten. Die auf ihnen schwimmenden sechs Segelschiffe, die bis nach Übersee verkehrten, und die, zum Teil noch mit Torf beladenen, Torfkähne sowie die eingeschossigen Lotsenhäuser erinnern an die Vergangenheit der heutigen Stadt. Von den etwa zwanzig kleineren Werften, die Überseeschiffe sowie Torfkähne bauten, ist heute nur noch die 1795 gegründete Meyer Werft vorhanden. Die katholische St. Antonius Kirche von 1680 weist auf das Wirken der Münsteraner Bischöfe hin. Die 1848 aus Ziegelsteinen errichtete oktogonale Gedenkstätte in Form des achteckigen Leuchtturmes von Riga zeigt die weltweiten Handelswege auf.
Zur Mittagszeit ist für uns im Gasthaus ‚Hilling’ am Rathaus ein schmackhaftes Essen mit Rahmgeschnetzeltem und Champignons, Reis sowie Salat bereitet; danach unternehmen wir einen kleinen Spaziergang entlang des ‚Hauptkanals Links’.

Führung durch das Werftgelände

Frau Hubelitz führt sachkundig unsere Gruppe  –  Foto: H. Brandes

Am Nachmittag führt uns Frau Hubelitz durch das neue Gelände der Meyer Werft. Nach dem Film über den Bau eines Kreuzfahrtschiffes sehen wir die Ahnengalerie der Familie Meyer, die – alle als Schiffbauer ausgebildet – seit sechs Generationen die Werft leitet. Portraits zeigen den Gründer Willm Rolf Meyer sowie den derzeitigen Chef Bernard Meyer. Im Modellraum bekommen wir die Vielseitigkeit des Betriebes zu sehen, der Fähren, RoRoSchiffe, Containerschiffe, Tiertransporter für Schafe, Passagierschiffe, Fischdampfer, Gastanker sowie das Feuerschiff ‚Elbe I’ baute und seit der Indienststellung der ‚Homeric’ 1986 in der ganzen Welt als führende Werft für Kreuzfahrtschiffe gilt. Die Schiffe hatten zum Teil ein aufregendes Leben, so die ‚Graf Goetzen’, die noch heute auf dem Tanganjika See verkehrt.
Wie lernen die strömungstechnische Wirkungsweise einer Bugnase sowie die Einsatzmöglichkeiten des Bugstrahlruders und der in einer Gondel aufgehängten Schiffsschraube kennen. Der dieselelektrische Antrieb ermöglicht ein wirtschaftliches Fahren.
Das Modell einer Kabine sowie Schautafeln machen uns mit der Ausstattung der Kreuzfahrtschiffe mit einer Müllverbrennungsanlage, Restaurants, Bars, einem Brauhaus, Theater, Kino, Swimming-Pool, einer 240 m langen Wildwasserbahn, Golfplätzen, und vielen anderen Angeboten für die Beschäftigung der Gäste vertraut.
Von Besucherstegen betrachten wir die entstehenden Schiffsrümpfe der ‚AIDAmar’,der ‚Disney Fantasy’ und der ‚Celebrity Reflection’ in den Hallen. Leistungsfähige Schwerlastkräne mit bis zu 800 t Tragfähigkeit sorgen dafür, dass die Einzelteile der Schiffe, die parallel montiert werden, transportiert und sektionsweise zusammengesetzt werden können. Schweißnähte und Farbe sorgen dann dafür, dass das Schiff von außen als Ganzes wirkt. Die Vorfertigung mit vier Laseranlagen mit je 12 kW Leistung, der Sektions- und Blockbau sowie die Anlieferung der benötigten Materialien just-in-time machen den Betrieb zu einer modernen Kompaktwerft mit kurzen Wegen.
Während der einzelnen Bauphasen wird das künftige seemännische Personal bereits mit dem Schiff vertraut gemacht und in seine Aufgaben eingewiesen.
Abschließend gilt unser Dank Frau Wilma Hubelitz, die uns sachkundig und engagiert in der Stadt und auf der Werft betreute, sowie Herrn Tölke von der Firma Moje, der unseren Bus sicher zwischen den Kanälen hindurchmanövrierte.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.11, S.4)


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Besichtigung der Betriebszentrale des Elbtunnels (am 9. September 2011)


Am Freitag, 9. September 2011, fanden sich 36 Mitglieder unseres Bürgervereins und interessierte Gäste vor dem Tor der Betriebszentrale des Elbtunnels ein. Pünktlich um 10 Uhr empfing uns Herr Krey, Techniker in der Betriebszentrale, zur Führung durch die Anlage. Bereits beim Betreten des Geländes fielen uns mehrere Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge auf, die für einen eventuellen Einsatz bereit standen.

Elbtunnelführung

Herr Krey erläutert die Be- und Entlüftungsanlagen des Elbtunnels  –  Foto: R. Wittchen

Herr Krey führte uns zunächst in ein Gebäude, in dem gewaltige Ventilatoren für die Be- und Entlüftung der Tunnelröhren sorgen. Auf dem Weg zu einem Vorführraum für Videofilme passierten wir einen riesigen Konferenzsaal, der über dem nördlichen Tunnelende liegt und sich in seiner Länge über alle vier Tunnelröhren hinweg erstreckt. Aus diesem Raum hatten wir durch große runde „Bullaugen“ einen faszinierenden Ausblick auf insgesamt acht Fahrspuren der Autobahn A 7, über die eine große Menge von Kraftfahrzeugen fuhr – auf vier Spuren in den Elbtunnel hinein, auf weiteren vier Spuren heraus – wie ein gewaltiger, unaufhaltsamer Strom.
Im Videoraum sahen wir zwei Filme über Planung und Bau des Elbtunnels. Der Bau von drei Tunnelröhren mit sechs Fahrspuren, begonnen im Juni 1968, wurde nach mehr als sechs Jahren im Januar 1975 fertiggestellt. Der Tunnel hat eine Gesamtlänge von 3.325 m. Davon liegen 1.056 m unter der Elbe, etwa 28 m unter der Wasseroberfläche, mit 7 bis 13 m Bodenüberdeckung. Die Tunnelelemente wurden außerhalb der Elbe in eine zuvor ausgebaggerte Rinne abgesenkt. Unterhalb der Elbe wurden die Röhren im Schildvortrieb mit Druckluft von dem Gerät „TRUDE“ gebohrt, und die Betonelemente wurden hinter dem Bohrgerät als Tunnel eingesetzt.
Das Schneidrad des Bohrgerätes „TRUDE“ (Tief Runter Unter Die Elbe) kann heute als technische Meisterleistung im Museum für Arbeit (Barmbek) besichtigt werden.
Der wachsende Verkehr erforderte den Bau einer vierten Elbtunnelröhre. Der Bau wurde im Oktober 1997 begonnen und fünf Jahre später, im Oktober 2002, fertiggestellt. Die Röhre hat zwei Fahrspuren und zusätzlich eine Standspur. Dadurch werden Rettungseinsätze, bei den älteren Tunnelröhren nur durch Sperren einer Fahrspur möglich, erleichtert.
In die Tunnelröhren sind elektronische Schleifen eingebaut, die die passierenden Fahrzeuge zählen. Heute fahren täglich 110.000 bis 140.000 Fahrzeuge (durchschnittlich 125.000) durch den Elbtunnel. Davon sind montags bis samstags 18 bis 20% LKWs.
Im Anschluss an die Filmvorführung hatten wir Gelegenheit, Fragen zu stellen, die Herr Krey beantwortete. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Tunnelbereich ca. 150 Verkehrsunfälle; ca. 500 Fahrzeuge blieben liegen; es gab weniger als zehn Brände; ca. 300 Höhenkontrollen wurden ausgelöst, wobei die betreffenden LKWs vor Erreichen des Tunnels ausgesondert werden. Ein ungelöstes Problem sind die vielen Staus, die ohne ersichtliche Ursache, z. B. durch langsames Fahren, aus Angst oder durch Sehstörungen einzelner Fahrer („Tunnelsyndrom“) entstehen.
Danach führte Herr Krey uns in die Betriebszentrale des Tunnels. Auf etwa 80 Monitoren und elektronischen Übersichtstafeln wird der Verkehr durch alle Tunnelröhren rund um die Uhr von mindestens drei Personen (je einem Mitarbeiter der Betriebszentrale, der Polizei und der Feuerwehr) beobachtet. In den Tunnelröhren sind alle 200 m Kameras installiert, über die sich der Verkehr lückenlos kontrollieren lässt. Tritt ein Notfall ein, so stehen bis zu 130 Personen (Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste) für mögliche Einsätze zur Verfügung.
Hinter einer großen Fensterfront verfolgten wir auf den zahlreichen Bildschirmen das ständig wechselnde Verkehrsgeschehen. Tief beeindruckt von den erheblichen Leistungen der Erbauer des Tunnels und dem hohen Stand der Überwachungstechnik verließen wir nach drei Stunden die Tunnelbetriebszentrale.

Ralph Wittchen

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.11, S.5-6)


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Wanderreise auf Rügen mit MAGNET 52 (am 10. Oktober 2011)


Die Ostküste Rügens ist das Ziel der diesjährigen Wanderreise unseres Bürgervereines. Mit dem IC 2182 geht es am Montag, dem 10. Oktober 2011, nach Binz. Mit wenigen Schritten erreichen wir das ‚Hotel Binzer Hof’, das uns Unterkunft und an jedem Abend ein reichhaltiges Abendessen mit jeweils drei Menüs zur Auswahl bietet.
Zunächst gehen wir zu der in der Nähe gelegenen Haltestelle der Binzer Bäder Bahn und fahren zum Landesbahnhof. Das Pfeifen und Läuten der Lokomotiven des ‚Rasenden Roland’ begleitet unsere Mahlzeit und stimmt uns auf die nächsten Exkursionstage ein. Im Bahnhofsrestaurant, das wie Abteilwagen alter Art mit Gepäckraufe, Petroleumlampen und Holzbänken eingerichtet ist, genießen wir die angebotenen Kohlgerichte, Fisch und Steak. Den Abschluss bildet ein Punsch aus Sanddorn, eine der typischen Pflanzen der Insel. Er gefiel uns so gut, dass unser Hotel bei unserer Abreise über keine Sanddornsäfte mehr verfügte.

Die Wandergruppe am Schwarzen See

Die Wandergruppe am Schwarzen See  –  Foto: E. Brandes

Unsere nachmittägliche Wanderung führt uns zum Wanderweg entlang des Schmachter Sees. An ihm sind auf dem ‚Pfad der Sinne’ mehrere Experimentierstationen aufgebaut, an denen wir lernen können, wie man einen ein Meter hohen Findling mit dem kleinen Finger drehen kann und welche Anordnungen von Regenbogenfarben sich mit einem mit Wasser gefüllten Quader erzeugen lassen. Die Binzer Hauptstraße ist gekennzeichnet durch gepflegte Häuser in Bäderarchitektur mit Türmchen und Veranden sowie Balkonen. Trotz kräftigen Windes suchen wir zum Abschluss noch die Binzer Seebrücke auf.

Die Seebrücke in Sellin

Die Seebrücke in Sellin  –  Foto: E. Brandes

Am zweiten Tag wandern wir über die Seepromenade gen Süden. An dem von dem Binzer Architekten Ulrich Müther als ‚Hyparschale’ gestalteten Betonschalenbau der Rettungsstation Binz biegen wir in einen Waldweg mit der ‚Teufelsschlucht’ und der ‚Kreuzeiche’ ein, der uns auf und ab über die Stauchendmoränen bis nach Sellin führt. Strahlender Sonnenschein empfängt uns am ‚Schwarzen See’, einen 15 m tiefen, durch Regenwasser gespeisten See, der mit seinen randlichen Hochmoorbildungen einen Teil des Biosphärenreservates Granitz bildet. Zum Abschluss bewältigen wir die 99 Stufen der ‚Himmelsleiter’ zum Strand, die zugleich die Höhe des hiesigen Steilufers dokumentiert. Im ‚Kaiser Pavillon’ der Selliner Seebrücke erwartet uns in einem holzgetäfelten Raum eine vielseitige Speisekarte, auf der Pfannkuchen mit Lachs sich großer Beliebtheit erfreut. Nach der Rückfahrt werfen wir noch einen Blick auf den Binzer Strand, um den Tag mit Abendessen und Kartenspiel zu beschließen.
Am Mittwochmorgen bringt uns der Bus der Linie 20 zum ‚Königstuhl’ und zum Nationalpark Jasmund. Unser erster Weg führt uns zum Aussichtspunkt mit Blick auf die steilen Kreidefelsen, den kreidehellen Wasserstreifen am Ufer, die herabgestürzten oder an der Steilwand hängenden Buchen. Besondere Aufmerksamkeit erregt ein gestrandetes Fischerboot. Im Informationszentrum der Nationalparkverwaltung studieren wir ein Oberflächenmodell sowie zahlreiche Exponate der Flora und Fauna. Ein Film zeigt uns Eindrücke der Kreidefelsen zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten.
Bei der anschließenden Wanderung auf dem Hochuferweg erfordern die durch die jüngsten Regengüsse bedingten matschigen Stellen große Vorsicht, um nicht auszurutschen. Bei den tief eingeschnittenen Flüssen helfen Treppen, die steilen Uferwände zu überwinden.
Am nächsten Tag fahren wir mit dem ‚Rasenden Roland’ zur Bedarfshaltestelle Garftitz. Vorbei an Hügelgräbern und an der St. Andreas-Kirche in Lancken wandern wir auf die hochgelegene ‚Moritzburg’ mit Sicht über den Having und die Halbinsellandschaft Südostrügens. Wegen des windbedingten 2 m hohen Hochwassers können wir die Salzwiesen nur auf schwankenden Brettern durchqueren, ein Fährmann setzt uns nach Baabe über.
Am Donnerstag wandern wir von ‚Sellin Ost’ durch den Wald nach Baabe und von dort am Strand zum hochgelegenen Göhren. Beim ‚Nordperd’ erreichen wir den südlichsten Punkt unserer Wanderung.
Zum Abschluss genießen wir bei guter Weitsicht vom Turm des Jagdschlosses Granitz den umfassenden Blick über unser Wandergebiet.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2011, Nr.12, S.5-6)


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Ausfahrt nach Norderstedt, Sieversen und Altenwerder


Die Ausfahrt am dritten Advent führt uns in diesem Jahr zunächst nach Norderstedt.
Auf der Hinfahrt erhalten wir Informationen über die Geschichte dieser heute 71.000 Einwohner beherbergenden Stadt, die 1970 aus den vier selbständigen Gemeinden Harksheide, Garstedt, Glashütte und Friedrichsgabe gebildet wurde. Eine Besonderheit stellt Friedrichsgabe dar, auf dessen Gelände 1821 durch eine Spende des dänischen Königs Friedrich VI., in seiner Eigenschaft als Herzog von Schleswig und Holstein, Land zur Verfügung gestellt wurde, auf dem der Altonaer Manufakteur und Mäzen Johann Daniel Lawaetz eine Armenkolonie mit Wohnungen und Arbeitsplätzen errichten ließ.

Die Gruppe vor dem Schlauchturm

Die Gruppe vor dem Schlauchturm  –  Foto: H. Brandes

Am Eingang des ‚Feuerwehrmuseums Schleswig-Holstein’ in Friedrichsgabe begrüßt uns ein 28 m hoher Schlauchturm, der dem Original von 1875 nachgestaltet wurde. Heute werden die Schläuche stattdessen in der Kreisschlauchpflegerei getrocknet.

Kenntnisreich, engagiert und mit Begeisterung führt uns Herr Peter Jessen, Feuerwehrmann mit 26jähriger Erfahrung und mehrere Jahre Vorsitzer des Bürgervereines Alsterdorf, durch das 1990 auf 2.100 m² Ausstellungsfläche eingerichtete ‚Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein’, das von 380 ehrenamtlichen Mitgliedern unterhalten wird.

In der nach dem Ehrenvorsitzenden des 1987 gegründeten ‚Fördervereins Feuerwehrmuseum Hof Lüdemann’ benannten ‚Carl-Schumacher-Halle’ wird die Geschichte der Feuerwehr ab 1600 und die Brandbekämpfung mit Muskelkraft demonstriert. Das älteste Exemplar der Feuerlöscheimer aus Holz, Leinen oder Leder stammt aus dem Jahre 1634. Sie dienten zum Löschen und seit 1700 zum Füllen der Handdruckspritzen. Die 1842 beim Hamburger Brand eingesetzte Spritze konnte bereits Wasser ansaugen (150 l / Minute).

In der Diele werden in Bildern die Geschichte des Fördervereins und des Feuerwehrmuseums dokumentiert.

Auf dem darüber gelegenen ehemaligen Heuboden befinden sich ein Trauzimmer, ein Konferenzraum sowie eine Präsenzbibliothek mit Gründungsurkunden, Festschriften und Feuerordnungen. Nachgebaut ist eine Telegraphenstation. Ausgestellt sind Militäruniformen einschließlich Paradesäbeln, mit denen die Feuerwehrleute nach dem Krieg von 1870 einheitlich eingekleidet wurden. Gezeigt werden Schutzhelme vom ‚Königschen Rauchhelm’ mit Sichtfenster und Wasserbrause sowie Sprechverbindung und Blasebalg für Atemluft bis zum modernen Umluftatmer mit Filterbesatz.

In der Bolko-Hartmann-Remise, benannt nach dem Mitglied, dessen in Wilstedt gesammelte Exponate den Grundstock des Museums bilden, wird der Wandel von der Muskelkraft zur Maschinenkraft dargestellt. Beeindruckend ist die von Pferden gezogene Dampfspritze ‚Alte Liese’ aus Ottensen von 1869.

In der von dem ersten Vereinsvorsitzenden Edmund Plambeck anlässlich seines 80. Geburtstages gestiftete Plambeck-Halle finden sich die Feuerwehrfahrzeuge des 20. Jahrhunderts. Ein Unikum ist ‚Sir Henry’, ein Schaumtankfahrzeug aus Brunsbüttel, von dem es nur sieben Exemplare gab, von denen fünf auf dem Weg nach Saudi-Arabien versunken sind. Eine Vielzahl von Rettungseinrichtungen wird in der Spenderhalle präsentiert.

Danach stärken wir uns in der ‚Erholung’ zu Sieversen an den von Frau Greve bereiteten köstlichen Enten.

Nachmittags besuchen wir in der Altenwerder Kirche das adventliche Konzert ‚Und sie kamen eilend ...’ des Harvestehuder Kammerchores unter seinem Dirigenten Herrn Claus Bantzer.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.2, S.11)


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Theaterreise Kiel


‚Dort kommt ein Schiff’, dieser Ausruf veranlasst die Teilnehmer der Theaterreise unseres Bürgervereines nach Kiel, vom 24. bis zum 26. Februar 2012, zu einem schnelleren Schritt, um möglichst bald die Wiker Aussichtsterrasse an der Südseite der Holtenauer Schleuse zu erklimmen. Eine große RoRo-Fähre, ein Feeder, ein Schwergutschiff, ein Segelschiff sowie weitere Einheiten warten darauf, in beziehungsweise aus dem Nord-Ostsee-Kanal geschleust zu werden. Sowohl die südlichen als auch die nördlichen Schleusenpaare sind in Betrieb. Deutlich können wir das Ein- und Ausfahren der Schleusentore verfolgen, sowie die geringfügige Änderung des Wasserspiegels, die Kanallotsen und Kanalsteurer beim Gang über die Gangway und die Arbeit der Assistenzschlepper beim Ausrichten der Schiffe bei der Schleuseneinfahrt beobachten.

Die Theatergruppe

Die Gruppe auf der Kaisertreppe am Bahnhof –  Foto: H. Brandes

Anhand zweier Schautafeln werden wir informiert über den mehrfachen Ausbau der Querschnitte des Kanals, über seine Abmessungen, über die ihn querenden Verkehrswege, über seine Nutzung auch als Anglerbereich sowie über die Entstehungsgeschichte der Schleswig-Holsteinischen Kanäle, deren älteste Anlage wir auf unserer Fahrt nach Haithabu im vergangenen Jahr kennen lernen konnten.
Danach wärmen wir uns in der Kajüte der Kanalfähre bei mehreren Überfahrten wieder auf.

Beköstigt werden wir im Holtenauer Restaurant ‚Fördeblick’ mit einem ausgedehnten Knurrhahn-Menü.

Den Nachmittag nutzen wir zu einer Fahrt über die 42 m hohe ‚Prinz-Heinrich-Brücke’. Am Lorentzendamm blicken wir über den ‚Kleinen Kiel’ auf das 1911 fertiggestellte Rathaus, dessen Turm eine architektonische Anlehnung an den Markusdom zu Venedig darstellt, und auf das Opernhaus sowie zum Justizministerium und zur Förde-Sparkasse mit ihrer ‚Bürger Galerie’.
Unser Gang entlang des ‚Kleinen Kiel’ führt uns zum Klaus-Groth-Denkmal, an dem wir die plattdeutschen Texte, das Bildprogramm und sein Gedicht ‚Mien Moderspraak’ studieren. Das Revolutionsdenkmal aus Schiffsstahl und zylinderförmigen Granitsäulen erinnert an die Matrosenmeuterei vom November 1919.
Wir erklettern den Burghügel, auf dem der Schauenburger Graf Adolf IV. am Nordostrand seiner nach der erfolgreichen Schlacht gegen den dänischen König Waldemar II. 1233 gegründeten ’Holstenstadt tom Kyle’ eine Burg anlegte. Nur der sogenannte Rantzau-Bau von 1695 im Renaissance-Stil, in dem 1728 der spätere russische Zar Peter III. geboren wurde, hat die Bombenangriffe überlebt.
In der Dänischen Straße erinnern der Buchwaldtsche Hof und der Warleberger Hof an die ursprünglich siebzig Adelshöfe. Das renovierte Kellergeschoss des Warleberger Hofes vermittelt einen Einblick in die Geschichte der Stadt mit ihrer Wasserversorgung, ihrer Fassadengestaltung, der Fayence-Produktion und dem Geldverleih auf dem ‚Kieler Umschlag’, dessen Termin durch ‚De Börgermeester sien Büx’ angezeigt wird.
An die Ereignisse der Kriegszeit erinnern bei der Nikolaikirche die Bombenschäden an der Fassade, das Coventry-Kreuz und die Taufkapelle mit dem Stettin-Relief. Vor der Kirche steht der ‚Geistkämpfer’ von Ernst Barlach, der vor der Vernichtung im Dritten Reich, dem Einschmelzen im Krieg und vor den Bombenangriffen bewahrt werden konnte.
Im Kreuzgang des Maria-Magdalenen-Klosters betrachten wir den Grabstein von Adolf IV., im Klostergarten sehen wir, wie der Schauenburger Graf sein kriegerisches Kettenhemd durch eine Mönchskutte ersetzt, um sein Gelübde vor der Schlacht von Bornhöved am Maria-Magdalenen-Tag 1227 zu erfüllen.
Eine Stele mit dem Planckschen Wirkungsquantum erinnert an den Standort von dessen Geburtshaus. Auf einer Bank sitzend, erwartet uns im Festgewand Asmus Bremer, einer der bedeutendsten Bürgermeister der Stadt.

Am Sonntagmorgen begrüßen uns drei lange Signaltöne der skandinavischen Fährschiffe sowie die über der Hörn aufgehende Sonne, die in unsere Zimmer des InterCity Hotels scheint, in dem wir vorzüglich betreut werden.
Das Aquarium einschließlich Aufzucht- und Quarantänebecken erforschen wir mit Frau Verena Klein. Frau Claudia Petersen macht uns mit den Gedankengängen der Künstler der Ausstellung ‚From Trash To Treasure’ vertraut.
Mit ‚Hoffmanns Erzählungen’ und dem ,Barbier von Bagdad’ erleben wir in einem modernen Bühnenbild hervorragende Sänger und schlüssige Inszenierungen.

Harald Brandes

(aus: UNSER BLATT 2012, Nr.4, S.10)


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